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Trogir – Seget Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Baotić

Die frühere Bezeichnung „Seget Marina“ meint die heutige Marina Baotić in Seget Donji. Der Betreiber nennt 280 vollständig ausgerüstete Wasserliegeplätze an neun bewachten Stegen sowie rund 200 Landplätze. Wasserplätze nehmen Schiffe bis 70 Meter Länge, 15 Meter Breite und sechs Meter Tiefgang auf; jede Großyacht benötigt eine individuelle Bestätigung.

An den Wasserliegeplätzen stehen Wasser und Strom mit Anschlüssen von 16 bis 125 Ampere zur Verfügung. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, WLAN, 24-Stunden-Bewachung und systematische Abfallentsorgung gehören zur Ausstattung. Restaurant, Bars, Supermarkt und nautischer Bedarf befinden sich im Marinakomplex.

Die 10.000 Quadratmeter große Trockenliegezone wird durch einen Travellift bis 220 Tonnen und einen Kran ergänzt, dessen aktuelle Betreiberangaben je nach Seite 32 beziehungsweise 35 Tonnen nennen. Für die Planung ist deshalb ausschließlich die schriftlich bestätigte Tragfähigkeit maßgeblich. Yachtservice, Druckwäsche, Transport, Stützen und überdachte Lagerung werden nach Auftrag angeboten.

Der 300 Meter lange Betonwellenbrecher trägt Liegeplätze für große Yachten. Dort stehen Strom bis 125 Ampere, Wasser und Absaugung für Schwarz- und Grauwasser zur Verfügung. Ein Parkplatz ist in bestimmten Jahresliegepaketen enthalten; für Tagesgäste und Chartercrews gelten die jeweils aktuellen Zugangs- und Parktarife.

Die Tankstelle für Boote liegt innerhalb der Marina. Sie besitzt 20 Anlegepositionen, 14 Zapfsäulen und fünf Pumpeneinheiten; die Abgabeleistung reicht laut Betreiber bis 120 Liter pro Minute. Vor dem Tanken sind Öffnungszeit, Kraftstoffsorte, geeignete Position und die Einweisung am Tanksteg zu bestätigen.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Trogir – Seget Marina
Ansicht von Trogir – Seget Marina. Foto: Igor Palic / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Seget Donji, ein befestigtes Dorf vor Trogir

Ein Kastell als Keimzelle

Seget Donji entstand nicht als offenes Fischerdorf, sondern um eine befestigte Anlage. 1564 erhielt der Trogirer Adlige Jakov Rotondo die Erlaubnis zum Bau eines Kastells, das die Bevölkerung des Hinterlands vor osmanischen Angriffen schützen sollte. Der rechteckige Komplex besaß vier Ecktürme und drei Tore.

Im Inneren gliederten drei Längs- und zwei Querstraßen die kleine Siedlung. Steinernen Häuser, Höfe und Gassen folgen diesem Grundriss teilweise bis heute. Seget gehört damit zu einer ganzen Kette befestigter Küstenorte zwischen den Kastela, Trogir und Marina.

Kirchen vor und innerhalb der Mauern

Die Geschichte des Orts begann dennoch nicht erst mit Rotondos Kastell. Die kleine Kirche des heiligen Veit wird in das 12. oder 13. Jahrhundert datiert. In der Umgebung steht außerdem die Renaissance-Anlage der Familie Statilić von 1516, die den älteren Ausbau adeliger Land- und Verteidigungssitze belegt.

Als Seget im 18. Jahrhundert über seine nördliche Mauer hinauswuchs, entstand 1758 die barocke Pfarrkirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz. Ihre Lage im befestigten Kern zeigt, wie der militärisch angelegte Zufluchtsort schrittweise zu einem regulären Dorfzentrum wurde.

Stein, Fischfang und Napoleons Weg

Am Hügel Sveti Ilija wurde bereits in römischer Zeit Kalkstein gewonnen. Im höher gelegenen Seget blieb Steinmetzarbeit lange ein wichtiger Erwerbszweig, während sich die Bewohner am Ufer stärker mit Fischfang, Landwirtschaft und später Tourismus beschäftigten. Im alten Hafen ist diese kleinere lokale Fischereistruktur neben der modernen Marina weiterhin erkennbar.

Ein Weg vom Ort über Sutlija trägt heute den Namen Napoleonweg. Während der französischen Herrschaft in Dalmatien von 1806 bis 1814 diente die Route dem Verkehr zu Fuß und mit Pferdefuhrwerken zwischen Hinterland und Trogir. Sie verbindet die Küste mit Olivenhainen, Weinbergen und der alten Kirche auf der Höhe.

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