Norddalmatien · Rundtörn · Ausgewogen
Zwischen Krka und Kornaten ab Rogoznica
Diese Woche verbindet einen kurzen Auftakt an der Küste mit Zlarin, der Flusspassage nach Skradin und zwei Tagen zwischen Kornaten und Žirje.
Tag 1
Rogoznica · Marina Frapa → Primošten · Marina Kremik
Nach der üblichen Übergabe am späten Nachmittag sind 5,08 Meilen bis Kremik möglich; bei Verzögerung bleibt die erste Nacht in Rogoznica.
Die kurze erste Etappe bleibt freiwillig
Die Yacht wird üblicherweise erst am späten Nachmittag übergeben. Einweisung, Sicherheitskontrolle, bekannte Schäden und Proviant haben deshalb Vorrang. Sind alle Punkte erledigt und reicht das Tageslicht, kann die Crew die 5,08 Meilen nach Kremik fahren. Die kurze Etappe ist ein überschaubarer Einstieg, kein Termin, der am Übergabetag unbedingt erfüllt werden muss.
Verzögert sich die Übernahme oder möchte die Crew Motor, Segel und Ankeranlage gründlicher kennenlernen, bleibt sie für die erste Nacht in Marina Frapa. Am nächsten Morgen fährt sie direkt nach Zlarin. Diese Passage ist länger als die dargestellte Etappe ab Kremik; für die folgenden Tage bleibt der Plan unverändert.
Nach 5,08 Meilen liegt Kremik tief in seiner Bucht
Nach der Ausfahrt aus der Bucht Soline führt der Kurs nordwestwärts an einer niedrigen Felsküste entlang. Außerhalb der geschützten Bucht kann das Wasser bereits bewegter sein. Die kurze Strecke eignet sich dazu, Instrumente und Absprachen am Steuerstand unter realen Bedingungen zu prüfen, ohne daraus eine zusätzliche Übungsrunde zu machen.
Kremik liegt tief in einer Bucht südlich von Primošten. Die Crew bereitet Fender, Heckleinen und Mooringhandschuhe vor der Einfahrt vor und wartet die Platzanweisung der Marina ab. Beim ersten Anlegen ist ein übersichtliches Manöver wichtiger als eine schnelle Ankunft. Bleibt dafür nicht genügend Tageslicht, ist der bekannte Liegeplatz in Rogoznica die bessere Wahl.
Kremik ist ein praktischer erster Nachtplatz
Marina Kremik bietet einen geschützten Liegeplatz tief in der Bucht. Nach Angaben des Betreibers gehören Restaurant, kleiner Markt, Bootszubehör, Wäscherei und Tankstelle zum Angebot. Welche Leistungen zum Reisetermin tatsächlich verfügbar sind, bestätigt die Crew direkt bei der Marina. Auch in der geschützten Bucht richtet sich das Manöver nach Windrichtung und zugewiesenem Liegeplatz.
Für die erste Nacht ist Kremik vor allem praktisch. Fehlende Einkäufe, ein Mangel oder eine Störung fallen früh auf und können der Basis gemeldet werden. Die Altstadt von Primošten liegt nicht unmittelbar an der Marina. Wer sie am Abend besuchen möchte, klärt erst nach dem Festmachen den Landweg oder einen Transfer.
Primošten verbindet Altstadt und Weinlandschaft
Primoštens alter Ortskern liegt auf einer früheren Insel, die heute durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Enge Steingassen steigen zur Kirche des heiligen Georg hinauf. Von dort reicht der Blick über die Dächer, die Küste und das offene Wasser vor dem Ort.
Südlich von Primošten liegen die Bucavac-Weinberge. Ihre kleinen Parzellen sind von niedrigen Trockenmauern eingefasst und werden wegen des steinigen Geländes von Hand bearbeitet; hier wächst vor allem die rote Sorte Babić. Für die Weinberge braucht es einen eigenen Ausflug. Nach der Übergabe genügt ein Rundgang durch die Altstadt, sofern die Crew noch Zeit und Energie dafür hat.
Für den ersten Abend genügt ein einfacher Plan
Zum ersten Abend passen gegrillter Fisch, Oktopus, Gemüse und ein Babić aus der Umgebung von Primošten. Ein bestimmtes Restaurant wird nicht vorgegeben, denn Saison, Ruhetage und Verfügbarkeit ändern sich. Wer an Bord bleibt, kommt mit Brot, Tomaten, Käse, Oliven und Obst ohne weiteren organisatorischen Aufwand aus.
Vor der Nacht werden nur die wichtigen Dinge geordnet: Wetter für den nächsten Tag, Liegeplatz oder Alternative auf Zlarin, Wasser, Kühlung und Batteriestand. Leinen und Rettungswesten bekommen einen festen Platz. So beginnt der erste volle Segeltag ohne Suche im Cockpit oder unter Deck.
Mit ausreichend Wasser und Proviant nach Zlarin
Bis Zlarin sind es am nächsten Tag 13,47 Meilen. Für den Inselaufenthalt fährt die Yacht mit gefüllten Wassertanks, geladenen Batterien und ausreichendem Proviant los. Größere Einkäufe werden daher in Rogoznica oder Kremik erledigt; falls an Bord etwas nicht funktioniert, wird dort noch technische Hilfe organisiert.
Bei nordwestlichem Wind kann der offene Abschnitt südlich von Šibenik lebhafter werden, bei wenig Wind ist längere Motorfahrt möglich. Vor dem Schlafengehen werden Vorhersage und Hafenbelegung geprüft. Ein Badestopp kommt nur infrage, wenn Zlarin trotzdem bei Tageslicht erreicht wird.
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