Split – Marina Nava
Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Nava
Die Marina Nava ist eine kleine private Charterbasis in der Uvala Baluni am westlichen Stadthafen von Split. Fachverzeichnisse nennen 45 Wasserliegeplätze und 15 Landplätze; der Betreiber veröffentlicht auf seiner aktuellen Basisseite jedoch keine verbindliche Gesamtkapazität. Ein Platz muss deshalb stets nach Yacht, Termin, Länge, Breite und Tiefgang bestätigt werden.
An den von Nava genutzten Liegeplätzen sind Wasser und Strom vorhanden. Als Sanitäranlagen nennt der Betreiber Toiletten für Gäste; Duschen werden in aktuellen unabhängigen Basisinformationen ebenfalls ausgewiesen. Die Einrichtungen sind auf die eigene Charterbasis und ihre Kunden zugeschnitten, nicht auf den Betrieb einer großen öffentlichen Transitmarina.
Nava bietet einen Reparaturservice für Boote an. Tragfähigkeit und Abmessungsgrenzen eines eigenen Krans oder Travellifts sowie Umfang des Landlagers werden aktuell nicht öffentlich beschrieben. Auskranen, Rigg-, Motor- oder Rumpfarbeiten dürfen daher erst nach schriftlicher Bestätigung des konkreten Leistungsumfangs eingeplant werden.
Öffentliche Parkplätze liegen in der Umgebung; ein privater bewachter Parkplatz wird außerhalb der Basis vermittelt. Weitere Versorgung befindet sich im Stadtgebiet. Da Nava, ACI und mehrere Sportvereine in der Uvala Baluni unmittelbar nebeneinander liegen, ist beim Anlaufen genau auf die zugewiesenen Stege und die unterschiedlichen Betreiber zu achten.
Eine Tankstelle für Boote befindet sich direkt neben der Basis, gehört aber nicht zu den regulären Nava-Liegeplätzen. Die Zufahrt liegt im westlichen Stadthafen. Vor dem Anlegen müssen aktuelle Öffnungszeiten, angebotene Kraftstoffsorten, Wassertiefe, mögliche Wartezeiten und Einschränkungen durch den übrigen Hafenverkehr geprüft werden.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
Anreise und Einkaufen
Flughäfen in der Nähe
Baluni, die Westküste und Meštrovićs Split
Eine kleine Basis zwischen großen Nachbarn
Nava nimmt in der Uvala Baluni nur einen schmalen Abschnitt zwischen ACI Marina, Tankkai und traditionsreichen Sportvereinen ein. Der Betrieb entwickelte sich als Verkaufs-, Service- und Charterzentrum, nicht als eigenständiges großes Marinabecken. Gerade deshalb wirkt die Anlage im Stadtbild eher wie ein Arbeitssteg als wie ein abgeschlossener Ferienkomplex.
Diese Nutzung passt zur maritimen Geschichte der Bucht. Segelvereine wie Labud und Mornar organisierten hier über Jahrzehnte Regatten und Nachwuchsarbeit. Die heutige Charterbasis steht somit in einem Uferraum, der lange vor dem touristischen Bootsverleih durch Sport, Bootspflege und lokale Clubhäuser geprägt war.
Die aufgeschüttete Westküste
Der Weg vom historischen Zentrum zur Marina verläuft über Splits Zapadna obala. Dieser Küstenabschnitt ist kein unverändertes altes Ufer: Zwischen 1936 und 1938 wurde die Linie vom damaligen Hotel Ambasador bis Sustipan aufgeschüttet und neu geordnet. Straße, Promenade und spätere Bebauung liegen daher teilweise auf gewonnenem Land.
Heute erinnern in die Promenade eingelassene Tafeln an Spliter Olympiateilnehmer und Medaillengewinner. Die Reihe macht den modernen Sport zu einem sichtbaren Teil des öffentlichen Raums und verbindet die Innenstadt mit den Segel-, Schwimm- und Wasserballvereinen am westlichen Hafen.
Ein Haus für Wohnen, Arbeiten und Ausstellen
Weiter westlich in Meje ließ Ivan Meštrović zwischen 1931 und 1939 seine repräsentative Familienvilla errichten. Der Bildhauer plante sie zugleich als Wohnhaus, Atelier und Ausstellungsort. Seitliche Flügel nahmen die privaten Räume auf, während der mittlere Teil schon im Entwurf stärker öffentlich gedacht war.
Zum Anwesen gehörten ein mediterraner Garten, Modellieratelier und eigene Werkstätten zum Behauen großer Steinfiguren. 1952 schenkte Meštrović die Villa, weitere Gebäude und zahlreiche Werke dem kroatischen Staat. Als Galerie bewahrt das Haus daher nicht nur Skulpturen, sondern auch den räumlichen Zusammenhang zwischen Entwurf, handwerklicher Arbeit und Familienleben.