Split – ACI-Marina Spinut
Liegeplätze und Infrastruktur der Sportska luka Špinut
Špinut ist ein konzessionierter Sporthafen und keine ACI-Marina oder frei buchbare touristische Marina. Die aktuelle Abfallplanung nennt 750 Wasserliegeplätze und 150 Landplätze. Nach der Nutzungsordnung dürfen Liegeplätze grundsätzlich nur Mitglieder des PSD Špinut oder seiner angeschlossenen Vereine nutzen; auch vorübergehende Plätze werden ausschließlich nach Verfügbarkeit und Vereinsstatus vergeben.
Die Liegeplatzkategorien reichen von Booten bis sechs Meter Länge und 2,5 Meter Breite bis zu Plätzen am Wellenbrecher für Schiffe bis 15 Meter. Boote über 15 Meter dürfen nach der aktuellen Hafenordnung weder dauerhaft noch vorübergehend aufgenommen werden. Wasser und Strom sind nach Angaben des ansässigen JK Split im Sporthafen vorhanden, ihre Verfügbarkeit und Anschlusswerte müssen jedoch für den konkret zugewiesenen Vereinsplatz bestätigt werden.
Der JK Špinut beschreibt zwölf Stege, feste Kräne bis 1,5 beziehungsweise fünf Tonnen, einen Mobilkran bis 15 Tonnen sowie Slip- und Transportausrüstung für kleinere Boote. Genannt werden außerdem Werkstätten für Mechanik, Elektrik, Metall-, GFK- und Lackierarbeiten. Diese Einrichtungen sind Vereins- und Betriebsleistungen, keine automatisch im Liegeplatz enthaltenen öffentlichen Services.
Zum Gelände gehören beleuchtete und asphaltierte Zufahrten, bewachte Bereiche, Parkplätze und ein Restaurant. Sanitäranlagen für durchreisende Gäste werden nicht als öffentlich zugängliche Leistung ausgewiesen. Da Špinut kein regulärer Transithafen ist, müssen Zugang, Kranarbeiten, Landlager und jede technische Hilfe direkt mit dem zuständigen Verein vereinbart werden.
Eine öffentlich zugängliche Tankstelle für Boote ist im Sporthafen nicht dokumentiert. Für Kraftstoff muss eine geeignete Tankstelle im Raum Split genutzt werden. Die nächstgelegene zulässige Tankstelle, Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, Wassertiefe und mögliche Einschränkungen durch den Hafenverkehr sollten vorab beim Betreiber bestätigt werden.
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Poljud zwischen Kloster, Sporthafen und moderner Architektur
Ein Kloster am Rand der Bucht
Über der Bucht von Poljud steht das Franziskanerkloster des heiligen Antonius. Sein Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert besitzt an der Westseite einen quadratischen Wehrturm, der in einer Zeit osmanischer Angriffe Schutz bieten sollte. Der Glockenturm an der Südseite kam im 18. Jahrhundert hinzu. Die Anlage zeigt damit zugleich religiöse, defensive und städtische Funktionen.
Zur Ausstattung der Kirche gehören Werke aus mehreren Jahrhunderten. Besonders ungewöhnlich ist ein barockes Gemälde von Mihovil Luposignoli: In einer Versammlung von 39 Theologen zur Lehre der unbefleckten Empfängnis erscheint auch eine Darstellung Mohammeds. Das seltene Motiv macht die Kirche weit über ihre lokale Baugeschichte hinaus bemerkenswert.
Ein Arbeits- und Vereinshafen
Špinut ist nicht als touristische Marina entstanden, sondern als gemeinsamer Arbeitsraum mehrerer Wassersportvereine. Die zwölf Stege, Kräne, Werkstätten und Landplätze dienen dem laufenden Vereinsbetrieb, der Ausbildung und der Pflege der Mitgliederboote. Diese Struktur erklärt, warum die große Zahl an Liegeplätzen nicht mit ebenso vielen buchbaren Gastplätzen gleichgesetzt werden kann.
Auch die heutige Rechtsform folgt diesem Zweck. Seit der 2024 erteilten Konzession wird das Gebiet ausdrücklich als Sporthafen besonderer Bestimmung geführt. Die Hafenordnung bindet die Nutzung an Mitgliedschaft, Bootseignung und verfügbare Liegeplatzkategorien; der traditionsreiche Name Špinut bezeichnet daher eher ein lokales maritimes Quartier als eine klassische Ferienmarina.
Die offene Schale des Poljud-Stadions
Wenige Schritte landeinwärts steht das 1979 für die VIII. Mittelmeerspiele errichtete Poljud-Stadion. Architekt Boris Magaš entwarf zwei einander gegenüberliegende Tribünen unter einer weit gespannten, offenen Schalenkonstruktion. Zusammen mit dem benachbarten Schwimmkomplex gehörte der Bau zu den zentralen Projekten eines großen Modernisierungsschubs der Stadt.
Seit 2015 ist das Stadion als kroatisches Kulturgut geschützt. Seine Konstruktion sollte sich trotz ihrer Größe zur Bucht und zur Landschaft öffnen; gerade diese Verbindung von Sportbau, Meer und den geschwungenen Dachflächen machte die „Poljudska ljepotica“ zu einem Wahrzeichen des modernen Split.