Split – ACI-Marina
Liegeplätze und Versorgung der ACI Marina Split
Die ACI Marina Split liegt in der Bucht Baluni am westlichen Ende des Stadthafens, unterhalb von Sustipan. Der aktuelle ACI-Katalog nennt 318 Wasserliegeplätze und 15 Landplätze. Für Jahresverträge werden Schiffe bis 26 Meter, für Tagesliegeplätze nach vorheriger Bestätigung bis 90 Meter aufgenommen.
Die Liegeplätze verfügen über Wasser und Strom; Anschlüsse reichen laut Katalog bis 63 Ampere. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, Rezeption, WLAN, Wäscherei, Restaurant, Lebensmittel- und nautischer Bedarf sowie Geldautomat gehören zur Marina oder liegen unmittelbar daneben. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet.
Für das Heben von Booten steht ein Kran mit zehn Tonnen Tragfähigkeit zur Verfügung. Ein Travellift für größere Yachten wird in der aktuellen ACI-Ausstattung nicht ausgewiesen. Werkstatt-, Motor-, Elektro- und Riggtermine sowie jede Landnahme müssen deshalb nach Gewicht und Abmessungen vorab abgestimmt werden.
Die Marina grenzt an die Häfen zweier Segelvereine und liegt gegenüber dem stark frequentierten Fähr- und Kreuzfahrthafen. Die einzelnen Becken und Kais besitzen unterschiedliche Zuständigkeiten. Der neuere westliche Uferabschnitt darf nach veröffentlichten nautischen Hinweisen außerhalb der Zufahrt zur Tankstelle nicht ohne Freigabe zum Anlegen genutzt werden.
Die Tankstelle für Boote liegt ungefähr 0,05 Seemeilen von der Marina entfernt am westlichen Ufer des Stadthafens. Sie befindet sich nicht zwischen den regulären ACI-Stegen. Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, Wassertiefe und Verkehrsbewegungen am Tankplatz sollten vor dem Anlegen geprüft werden.
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Anreise und Einkaufen
Flughäfen in der Nähe
Sustipan und Marjan am westlichen Stadthafen
Das Kloster des heiligen Stephan
Der Felssporn über der Marina heißt Sustipan nach dem mittelalterlichen Benediktinerkloster des heiligen Stephan „unter den Kiefern“. Die Abtei gehörte zu den bedeutenden geistlichen Orten des mittelalterlichen Split und wurde in der Überlieferung mit der Grablege kroatischer Könige verbunden. Archäologische Untersuchungen legten Fundamente der mehrschiffigen Basilika und Teile ihrer Säulenstellung frei.
Vom Klosterkomplex blieb nur wenig oberirdisch erhalten. Als die Stadt im frühen 19. Jahrhundert hier einen Friedhof anlegte, wurden große Teile der älteren Bauten beseitigt. Der heutige Park überlagert deshalb einen Ort mit mehreren aufeinanderfolgenden Nutzungen.
Der erste städtische Friedhof außerhalb der Mauern
1825 beziehungsweise 1826 wurde Sustipan zum ersten regulären Friedhof Splits außerhalb der damaligen Stadt. Bis 1943 fanden hier Bestattungen statt; 1928 eröffnete mit Lovrinac bereits ein neuer kommunaler Friedhof. Sustipan bewahrte zahlreiche künstlerisch gestaltete Grabmäler und Inschriften aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.
1960 ließ die damalige Stadtverwaltung den Friedhof trotz Protesten abräumen. Nur wenige Grabmäler gelangten in Museen oder auf andere Friedhöfe. Im Park blieb vor allem der klassizistische Rundpavillon als sichtbare Erinnerung erhalten; zahlreiche sterbliche Überreste verblieben nach zeitgenössischer Dokumentation im Boden.
Wie Marjan wieder zum Wald wurde
Der benachbarte Marjan wirkt heute wie ein alter Naturwald, war im 19. Jahrhundert jedoch weitgehend kahl und durch Weidewirtschaft geprägt. Der Naturwissenschaftslehrer Juraj Kolombatović trieb die systematische Aufforstung voran. 1903 entstand der Verein Društvo Marjan, um Pflanzung, Wege und Aussichtspunkte dauerhaft zu organisieren.
Freiwillige bauten Wege vom Viertel Veli Varoš zu den Gipfeln, legten Treppen und Aussichtspunkte an und setzten die Aufforstung bis in die 1950er Jahre fort. Zwischen den Kiefern blieben mittelalterliche Kapellen, Einsiedeleien, das jüdische Friedhofsareal und ältere Steinbrüche erhalten. Die grüne Silhouette über der Marina ist daher zugleich Kulturlandschaft und Ergebnis eines mehr als hundertjährigen bürgerschaftlichen Projekts.