Rogoznica – Marina Frapa
Liegeplätze und Versorgung der Marina Frapa Rogoznica
Die Marina Frapa liegt in der Bucht Soline bei Rogoznica. Der Betreiber weist 462 vollständig ausgerüstete Wasserliegeplätze an zehn Stegen und 150 Landplätze aus. Zehn Wasserplätze sind für Megayachten über 40 Meter vorgesehen; die tatsächliche Aufnahme richtet sich nach Länge, Breite, Tiefgang und verfügbarer Stromversorgung.
Alle regulären Wasserliegeplätze verfügen über Wasser und Strom. Die Anschlüsse reichen von 16 bis 125 Ampere. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen liegen an vier Stellen im Marinabereich. Hinzu kommen WLAN, Videoüberwachung rund um die Uhr, Gepäcktransport mit Elektrofahrzeug und ausgewiesene Stellen zur Fäkalienabsaugung.
Der Servicebereich besitzt einen Travellift mit 75 Tonnen Tragfähigkeit. Angeboten werden Motor- und Ausrüstungswartung, Notfallreparaturen, Rumpf-, Lackier- und Navigationsarbeiten, Schlepphilfe im Hafenbereich sowie Gasflaschenfüllung. Altöl, Filter und Batterien werden an einer besonderen Sammelstelle angenommen; alle Arbeiten und Hubtermine müssen vorab beauftragt werden.
Zum Komplex gehören Hotels, Restaurants, Bars, Sport- und Konferenzzentrum sowie ein Außenpool. Hinter Steg zehn liegen Bojenplätze; weitere Bojen werden in der Bucht Sičenica angeboten. Ausstattung und Preis unterscheiden sich: In Soline sind Sanitärnutzung und Wasser enthalten, in Sičenica nach der aktuellen Preisliste nur die Müllabholung.
Die ganzjährig betriebene Flash-Tankstelle für Boote befindet sich innerhalb des Marinakomplexes. Öffnungszeiten gelten an Werktagen und können saisonal variieren. Vor dem Anlegen sollten verfügbare Kraftstoffsorten, aktuelle Betriebszeit, Wassertiefe und die Einweisung am Tanksteg bestätigt werden.
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Rogoznica, Kap Planka und das Drachenauge
Ein Meeressee im Karst
Unmittelbar neben der Marina liegt Zmajevo oko, das Drachenauge. Der rund einen Hektar große und etwa 15 Meter tiefe Meeressee ist durch Klüfte und porösen Kalkstein mit der Adria verbunden. Der Wasseraustausch folgt verzögert den Gezeiten, obwohl an der Oberfläche kein offener Kanal zu sehen ist.
Seine Wassersäule ist häufig stark geschichtet: Oben liegt sauerstoffreiches Wasser, während sich in den tieferen Schichten Sauerstoffmangel und Schwefelverbindungen entwickeln. Seltene vollständige Durchmischungen können den gesamten See vorübergehend anoxisch machen und Massensterben auslösen. Deshalb wird das Gewässer seit Jahrzehnten als natürliches Labor für mikrobielle und biogeochemische Prozesse untersucht.
Vom Festland auf die Insel Kopara
Die ersten neuzeitlichen Siedler ließen sich 1390 im Festlandbereich Kopača nieder. Als osmanische Vorstöße die Küste bedrohten, wurde 1518 die nahe Insel Kopara als geschützter Wohnplatz besiedelt. Nach dem Ende dieser Gefahr verband ein aufgeschütteter Damm die Insel mit dem Festland; aus ihr wurde die heutige Halbinsel des Ortskerns.
Auf Kopara entstand 1809 während der französischen Verwaltung eine Befestigung. Die Kirche Mariä Himmelfahrt stammt aus dem 17. Jahrhundert, während die Kirche des heiligen Johannes von Trogir am nahen Kap Ploča bereits 1324 belegt ist. Diese Bauten markieren verschiedene Phasen lange vor dem modernen Marinabau.
Kap Planka als Wetterscheide
Südlich von Rogoznica ragt Kap Planka weit in die Adria. Schon antike Seefahrer kannten den exponierten Punkt, an dem lokale Wind- und Strömungsverhältnisse rasch wechseln können. Geografisch trennt das Kap die Küstenabschnitte Richtung Šibenik und Split und wirkt zugleich als klimatische Schwelle zwischen nördlicher und südlicher Adria.
Die kleine Johanneskirche am Kap erinnert an den Trogirer Bischof Johannes, der nach mittelalterlicher Überlieferung an dieser gefährlichen Küste Schiffbrüchige rettete. Unabhängig von der Legende zeigt der seit 1324 dokumentierte Sakralbau, welche Bedeutung der Landvorsprung als Orientierungspunkt und Gefahrenstelle besaß.