Podstrana – Marina Lav
Liegeplätze und Versorgung der Marina Lav
Die Marina Lav gehört zum Le-Méridien-Lav-Komplex in Podstrana, südöstlich von Split. Der Betreiber weist 74 Wasserliegeplätze für Schiffe bis 40 Meter Länge aus. In den Sommermonaten können an der Außenseite zusätzliche Transitplätze für größere Yachten angeboten werden; sie sind keine dauerhaft garantierte Kapazität und müssen nach Länge, Breite und Tiefgang bestätigt werden.
Alle regulären Liegeplätze besitzen Wasser und Strom. Die veröffentlichten Stromanschlüsse reichen je nach Platz von 16 bis 125 Ampere. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, WLAN, 24-Stunden-Videoüberwachung und Sicherheitsdienst sowie eine Parkgarage gehören zur Ausstattung. Gepäck und Waren können mit einem Elektrofahrzeug zwischen Garage und Boot transportiert werden.
Ein Travellift, Kran, eigener Werftbereich oder reguläres Landlager wird in der aktuellen offiziellen Leistungsbeschreibung nicht genannt. Technische Arbeiten und Auskranen dürfen deshalb nicht als Bestandteil des Liegeplatzes vorausgesetzt werden. Ein geeigneter externer Servicebetrieb muss vorab mit der Marina abgestimmt werden.
Die Marina ist ganzjährig geöffnet und bietet Tages-, Monats-, Halbjahres- und Jahresverträge nach Verfügbarkeit. Bei Tagesliegeplätzen werden Wasser und Strom nach der aktuellen Preisliste zusätzlich berechnet; auch Bootswäsche wird separat erfasst. Hotelrestaurants, Bars, Wellness-, Sport- und weitere Resortangebote haben eigene Zugangs- und Saisonregeln.
Eine Tankstelle für Boote wird vom Betreiber nicht als Einrichtung der Marina ausgewiesen. Vor dem Aufenthalt muss daher eine geeignete Tankstelle am Wasser im Raum Split bestimmt werden. Standort, Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, mögliche Wartezeiten und die zulässige Ansteuerung sind beim jeweiligen Betreiber zu prüfen.
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Podstrana zwischen Pituntium und dem Berg Perun
Das römische Pituntium
Das Gebiet von Podstrana gehörte in der Antike zum Siedlungsraum der illyrischen Pituntini und wurde später als römisches Pituntium in die Küstenlandschaft von Salona eingebunden. Auf dem Hügel Mutogras liegen Reste einer befestigten Siedlung; bei Gospa u Siti wurden Bauteile einer Villa rustica und weitere römische Spuren gefunden.
Die Höhen waren bereits vor der römischen Zeit gegliedert. Trockenmaueranlagen auf Pišćenica, Vilanjski grad und Obloženica markieren Siedlungs- und Grenzräume. Über Pišćenica verlief nach archäologischer Deutung die Grenze zwischen den Pituntini von Podstrana und den Nerastini im Gebiet des heutigen Jesenice.
Ein Friedensschluss am Meer
Die örtliche Überlieferung verbindet die Kirche des heiligen Martin mit einem Ereignis des Jahres 839. Nach einem Konflikt zwischen dem kroatischen Fürsten Mislav und dem venezianischen Dogen Pietro Tradonico soll in ihrer Nähe ein Friedensvertrag geschlossen worden sein. Der Platz verknüpft damit die frühe kroatische Herrschaft mit der venezianischen Seemacht an derselben Küstenroute.
Die heutige Siedlung zog sich über Jahrhunderte stärker an die Hänge zurück. Das alte Dorf mit Häusern, kleinen Kirchen und dem Cindro-Bestand dokumentiert diese ältere, landwirtschaftlich geprägte Struktur, während die dichte Bebauung am Ufer vor allem jüngeren Datums ist.
Perun und der heilige Georg
Der 533 Meter hohe Bergrücken Perun bewahrt in seinen Ortsnamen ungewöhnlich deutliche Spuren vorslawischer beziehungsweise frühslawischer Glaubensvorstellungen. Der Name gehört zum slawischen Donnergott Perun. Auf markanten Höhen stehen heute Georgskirchen, wodurch sich heidnische Landschaftsdeutung und christliche Sakralorte räumlich überlagern.
Die Kirche des heiligen Georg auf Perunsko wird erstmals 1397 erwähnt. Die noch ältere Georgskirche auf Vršina entstand im 11. Jahrhundert nahe einer vorgeschichtlichen Gradina und einem bislang wenig untersuchten Gräberfeld. Ihre Lage an einem Pass erklärt sich nicht nur religiös: Hier trafen Wege zwischen den mittleren und unteren Poljica zusammen.