Marina – Marina Agana
Liegeplätze und Versorgung der Marina Agana
Die Marina Agana liegt tief in der gleichnamigen Bucht unmittelbar beim Ort Marina, westlich von Trogir. Der Betreiber weist 134 Wasserliegeplätze für Schiffe bis 25 Meter und 70 Landplätze für Schiffe bis 22 Meter aus. Die Wassertiefe nimmt von ungefähr sieben Metern an der Einfahrt bis auf 1,5 Meter am F-Steg ab; der konkrete Platz muss daher nach Tiefgang und sämtlichen Abmessungen zugewiesen werden.
Alle Wasser- und Landliegeplätze sind mit Wasser und Strom versorgt. Am Steg stehen 220- beziehungsweise 380-Volt-Anschlüsse mit 16 oder 32 Ampere bereit. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen liegen im östlichen Marinagebäude und sind ganzjährig rund um die Uhr zugänglich; ein barrierefreier Sanitärraum wird bei Bedarf geöffnet.
Der ganzjährig arbeitende Werftbereich besitzt einen Travellift mit 40 Tonnen Tragfähigkeit. Für ihn gelten maximal sechs Meter Schiffsbreite und 2,7 Meter Tiefgang. Hinzu kommen ein Zwei-Tonnen-Gabelstapler sowie Betriebe für Motoren, Elektronik, Rumpf, Reinigung, Wartung und Rigg. Hubtermine müssen reserviert werden.
Zur Ausstattung gehören eine mobile Fäkalienabsaugung, Wäscherei, WLAN, bewachte Straßen- und Trailerparkplätze, Bistro, Außentraining und Kinderspielplatz. Eine rund um die Uhr besetzte Wache empfängt ankommende Boote; die Rezeption überwacht während ihrer Öffnungszeiten UKW-Kanal 17. Geschäfte sowie Gemüse- und Fischmarkt liegen etwa 200 Meter entfernt.
Eine Tankstelle für Boote wird in der offiziellen aktuellen Leistungsliste der Marina nicht ausgewiesen. Vor dem Aufenthalt muss daher eine geeignete Tankstelle am Wasser in der Region Trogir bestimmt und deren Öffnung sowie sichere Ansteuerung geprüft werden; eine Versorgung direkt am Liegeplatz darf nicht angenommen werden.
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Marina, Drid und der Turm des Bischofs
Ein Ort, der nicht nach dem Yachthafen heißt
Der Ortsname Marina ist älter als der moderne Yachthafen. Er geht auf die mittelalterliche Kirche der heiligen Marina am Ufer zurück. Für Siedlung und Umgebung waren außerdem die Namen Drid, Bosiljina und Busolina gebräuchlich. Drid erscheint seit dem späten 11. Jahrhundert als frühmittelalterliche Gespanschaft und Besitz kroatischer Herrscher, später als Teil des Distrikts Trogir.
Im 13. und 14. Jahrhundert trugen Einnahmen aus Marina zur Errichtung, Ausstattung und Reparatur der Kathedrale von Trogir bei. Die kleine Küstensiedlung war damit wirtschaftlich in das kommunale und kirchliche Zentrum auf der anderen Seite der Bucht eingebunden.
Der quadratische Turm am Wasser
Um 1500 ließ der Trogirer Bischof Marcello für die Bevölkerung einen Schutzbezirk mit Mauer und einem mächtigen quadratischen Turm errichten. Anlass waren osmanische Überfälle und Plünderungen. Das vorkragende obere Geschoss erlaubte die Verteidigung des unmittelbaren Mauerfußes; der Bau wurde 1657 und 1717 instand gesetzt.
Der restaurierte Turm prägt noch heute die Uferfront. Er war kein freistehendes Schloss, sondern Kern einer befestigten Zuflucht für Bewohner und Vorräte. Seine Lage im flachen Wasser der Bucht zeigt, wie eng Verkehrsweg, kirchliche Herrschaft und Schutzfunktion an diesem Ort verbunden waren.
Kirchen zwischen Gotik und Renaissance
Zum örtlichen Baubestand gehören die gotische Kirche des heiligen Lukas, die gotisch-renaissancezeitliche Kirche des heiligen Johannes und die Pfarrkirche des heiligen Jakobus. Oberhalb des Ortes stand außerdem die mittelalterliche Kirche der Muttergottes von Drid mit einem als wundertätig verehrten Marienbild.
Diese Kirche wurde während osmanischer Vorstöße zerstört; das Bild gelangte nach Čiovo. Die erhaltenen Gotteshäuser und der befestigte Turm ergeben deshalb kein einheitliches Denkmalensemble aus einer Epoche. Sie markieren mehrere Schichten einer Landschaft, die zwischen königlichem Besitz, Trogirer Kirchenverwaltung, Landwirtschaft und Grenzverteidigung wechselte.