Kastel Gomilica – Marina Kastela
Liegeplätze und Versorgung der Marina Kaštela
Die Marina Kaštela liegt in Kaštel Gomilica im inneren Teil der Kaštela-Bucht. Der Betreiber nennt 420 Wasserliegeplätze mit Tiefen von etwa 2,5 bis acht Metern. An der Außenseite des rund 500 Meter langen Wellenbrechers stehen bei etwa zehn Metern Wassertiefe Plätze für große Yachten zur Verfügung; jede Zuweisung richtet sich nach sämtlichen Schiffsmaßen.
Alle Wasserliegeplätze verfügen über Wasser und Strom. Je nach Bereich reichen die Anschlüsse von 16 bis 800 Ampere. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, getrennte Bereiche für Eigner sowie barrierefrei nutzbare Einrichtungen gehören zur Ausstattung. Hinzu kommen WLAN, Wäscherei, Rezeption, 24-Stunden-Hafenhilfe und Videoüberwachung.
Der Servicebereich besitzt einen Travellift mit 60 Tonnen, einen Fünf-Tonnen-Kran sowie Transportfahrzeuge mit 60 und 40 Tonnen Tragfähigkeit. Die aktuelle Website nennt 200 Landplätze, während der Preisprospekt 2026 für den Servicebereich 150 ausweist; die tatsächlich verfügbare Kapazität muss daher bestätigt werden. Ein 200-Tonnen-Travellift befindet sich laut Prospekt erst in Beschaffung.
Auf dem Gelände liegen Werkstätten, Lager, Supermarkt, Geschäft für nautischen Bedarf, Restaurants, Café, Segelzentrum, 25-Meter-Hallenbad und 437 Parkplätze. Altöl, Filter, Schlamm und Batterien werden an einer besonderen Sammelstelle angenommen. Einzelne Freizeit- und Gastronomiebetriebe haben eigene Öffnungszeiten.
Eine Tankstelle für Boote wird in der aktuellen offiziellen Ausstattungsliste nicht genannt. Nicht-offizielle Hafenverzeichnisse widersprechen sich hierzu. Vor der Planung muss deshalb bei der Marina geklärt werden, ob aktuell ein Tanksteg betrieben wird; andernfalls ist eine geeignete Bootstankstelle in der Kaštela-Bucht anzulaufen.
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Kaštel Gomilica und die Festung der Benediktinerinnen
Sieben befestigte Orte in einer Bucht
Der Name Kaštela bezeichnet eine Kette aus sieben Siedlungen zwischen Split und Trogir. Adlige Familien und kirchliche Grundherren errichteten an der Küste befestigte Landsitze, als osmanische Angriffe das offene Feld am Fuß des Kozjak gefährdeten. Um die Kastelle entstanden neue Dörfer, deren Namen bis heute die einzelnen Stadtteile bestimmen.
Kaštel Gomilica entwickelte sich um den Besitz der Benediktinerinnen von Split. König Zvonimir übertrug dem Kloster 1078 Land im Kaštela-Feld. Auf älteren römischen und frühchristlichen Spuren entstand im 12. Jahrhundert die vorromanische Kirche der Heiligen Kosmas und Damian.
Kaštilac auf dem Riff Gomilica
1545 vollendeten die Nonnen auf dem kleinen Riff Gomilica die Festung Kaštilac. Eine Zugbrücke und ein hoher Torturm sicherten den Zugang. Neben den klösterlichen Besitzern fanden auch Familien aus dem zerstörten Dorf Kozice innerhalb der Mauern Schutz.
Der dicht bebaute Innenhof und die Häuser am Wasser machen die ursprüngliche Funktion als bewohnte Fluchtburg noch erkennbar. Kaštilac wurde im 21. Jahrhundert außerdem als Drehort genutzt, doch seine tatsächliche Geschichte als kirchlich organisierte Schutzanlage ist wesentlich älter als diese mediale Bekanntheit.
Kirche, Sarkophage und eine alte Eiche
Die Kirche der Heiligen Kosmas und Damian steht über Resten einer römischen Villa rustica, einer frühchristlichen Kirche und Nekropole. Frühchristliche Sarkophage belegen die lange sakrale Nutzung des Platzes. Reliquien verschiedener Heiliger und des ungarischen Königs Stephan werden mit dem Gotteshaus verbunden.
Vor der Kirche wächst eine mehr als 700 Jahre alte Eiche. Nach lokaler Überlieferung soll König Zvonimir unter ihr geruht haben; das Lebensalter des Baums und der legendäre Besuch sind dabei getrennt zu betrachten. Gemeinsam mit Kaštilac verbindet der Ort römische Landwirtschaft, mittelalterlichen Klosterbesitz und die Befestigung der frühen Neuzeit in einem kleinen Küstenabschnitt.