Portisco – Cala dei Sardi
Liegeplätze und Versorgung in Cala dei Sardi
Cala dei Sardi liegt am Eingang des Golfs von Cugnana zwischen Portisco und Porto Rotondo. Der schwimmende Hafen nimmt laut Betreiber Boote von sechs bis 70 Metern bei maximal etwa sieben Metern Tiefgang auf. Die Pontons sind mit einem Verankerungssystem befestigt, das feste Betonmolen vermeidet. Platz und aktuelle Tiefgangsgrenze sind über UKW-Kanal 08 zu bestätigen.
Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. WLAN, rund um die Uhr Überwachung, Parkflächen, Bar, Restaurant, Bademöglichkeit und Supermarkt-Shuttle gehören zum Angebot. Einzelne Leistungen und Verbrauch werden je nach Tarif gesondert berechnet.
Eine Tankstelle ist im unmittelbaren Marina-Angebot auf der aktuellen Serviceliste nicht eindeutig ausgewiesen. Der nächste bestätigte Kraftstoffabgabeort, Sorten und Öffnungszeiten müssen daher vor Ankunft geklärt werden. Auch Pumpen für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie Altölannahme werden nicht klar genannt und sind anzumelden.
Die Anlage ist vor allem ein Liegeplatz- und Servicehafen; eine zentrale Werft mit öffentlich bezifferter Travelift- oder Krantraglast wird nicht ausgewiesen. Heben, Reparaturen und Landlager müssen über einen externen Fachbetrieb organisiert werden. Das Verankerungskonzept schützt Strömung und Boden besser als massive Molen, ersetzt aber keine Prüfung der konkreten Umwelt- und Betriebsregeln.
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Cala dei Sardi: Ria von Cugnana und junge Küstenentwicklung
Der Golfo di Cugnana ist ein tief eingeschnittener Küstenraum
Die Bucht von Cugnana zieht sich zwischen granitischen Vorsprüngen weit ins Land. Flache Uferzonen und geschützte Wasserflächen gehen am inneren Ende in Feuchtgebiete über. Der heutige schwimmende Hafen liegt näher am offenen Golf.
Wind und Wasser verwittern den Granit in runde Blöcke und Spalten. Mediterrane Macchia bedeckt die Hänge. Diese natürliche Form, nicht ein historisches Hafenbecken, erklärt die Eignung des Standorts.
Die Marina ist ein Bauwerk des 21. Jahrhunderts
Cala dei Sardi entstand als vollständig schwimmende Anlage. Pontons und Verankerungen können anders auf Wellen und Strömung reagieren als starre Molen. Der Betreiber beschreibt das System als ökologisch verträglicher, weil massive Schüttungen vermieden werden.
Die Anlage darf deshalb nicht mit der älteren Marina di Portisco verwechselt werden, die wenige Kilometer entfernt in einer eigenen Bucht liegt. Beide gehören zum Gemeindegebiet Olbia und bedienen denselben touristischen Küstenraum.
Olbia und Arzachena rahmen den modernen Ferienkorridor
Südlich liegt Olbia mit seinem antiken Hafen und heutigen Verkehrsknoten. Nördlich beginnt das Gebiet von Arzachena mit vorgeschichtlichen Nuraghen und den geplanten Ferienorten der Costa Smeralda.
Cala dei Sardi liegt räumlich zwischen diesen beiden Entwicklungslinien. Die Marina selbst besitzt keine antike Ortsgeschichte; interessant ist vielmehr, wie neue Hafeninfrastruktur in eine geologisch alte und ökologisch empfindliche Ria eingefügt wurde.