Poltu Quatu – Marina Dell Orso
Liegeplätze und Versorgung in Marina dell'Orso
Marina dell'Orso liegt in der schmalen Bucht von Poltu Quatu nahe Liscia di Vacca. Gastboote melden sich rund um die Uhr über UKW-Kanal 09. Die aktuelle Betreiberseite veröffentlicht keine vollständige Übersicht zu Gesamtzahl, Längen und Tiefgangsklassen der Hafenplätze; das separate Bojenfeld hat eigene Größen. Platz, Maße und Wassertiefe müssen daher bestätigt werden.
Wasser und Strom werden verbrauchsabhängig über ein Prepaid-System abgerechnet. Anschlüsse reichen von 16 bis 125 Ampere bei 220 oder 380 Volt. Der Sanitär-Bereich mit Toiletten und Duschen ist rund um die Uhr kostenlos zugänglich; ein barrierefreier separater Raum steht auf Anfrage bereit. Wäscherei, Bankautomat, Eis und Sicherheitsdienst sind vorhanden.
Die Tankstelle hat eine eigene Kontaktstelle. Kraftstoffsorten und Öffnungszeiten sind vor dem Anlegen zu prüfen. Eine Pump-out-Anlage sowie Annahme von Altöl, Kraftstoffresten und Batterien werden ausdrücklich angeboten. Verfahren für Grau- und Bilgenwasser sind mit dem Hafenpersonal abzustimmen.
Mooringhilfe und Taucherdienst stehen bereit. Eine zentrale Travelift- oder Krantraglast wird auf der aktuellen Marina-Seite nicht genannt. Heben, Reparaturen und Landlager benötigen deshalb einen externen beziehungsweise separat beauftragten Fachbetrieb. Das Bojenfeld in Liscia di Vacca ist kein Ersatzliegeplatz im Hafen und besitzt eigene Tender- und Servicebedingungen.
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Poltu Quatu: geplantes Dorf in einer granitischen Schluchtbucht
Der Name bedeutet im Galluresischen „versteckter Hafen“
Poltu Quatu liegt am Ende einer schmalen, tief zwischen Granithänge eingeschnittenen Bucht. Vom offenen Meer ist der innere Bereich nur begrenzt sichtbar. Der galluresische Name beschreibt diese geschützte Lage.
Trotz des traditionellen Namens ist die heutige Siedlung kein alter Fischerort. Marina, Hotel- und Wohnbauten entstanden als zusammenhängendes Tourismusprojekt im späten 20. Jahrhundert.
Architektur sollte wie ein gewachsener Ort wirken
Weiße Fassaden, kleine Plätze, Treppen und Arkaden staffeln sich um das Wasser. Die Anlage folgt dem Prinzip vieler Costa-Smeralda-Projekte: Neubauten verwenden regionale Formen und Materialien, um sich optisch in die Landschaft einzufügen.
Diese Gestaltung ist selbst ein zeitgeschichtliches Thema. Sie zeigt, wie der internationale Ferientourismus eine idealisierte Vorstellung sardischer Dörfer entwickelte, obwohl historische Stazzi und Küstenorte anders organisiert waren.
Die Bucht gehört zur Granitlandschaft der Gallura
Verwitterte Felsen, Macchia und die Nähe zum Maddalena-Archipel prägen den Naturraum. Vor Liscia di Vacca liegen Seegraswiesen aus Posidonia oceanica. Das separate Bojenfeld verwendet feste, schwebende Aufnahmepunkte, damit Anker den Boden nicht wiederholt aufreißen.
Die moderne Marina liegt zugleich nahe Capo Ferro und den historischen Seewegen der Straße von Bonifacio. Ihr eigener Wert liegt aber nicht in einer erfundenen antiken Vergangenheit, sondern im klar erkennbaren Zusammenspiel von natürlicher Bucht, geplanter Architektur und heutiger Meeresschutztechnik.