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Palau – Marina Palau

Liegeplätze und Werftservice im Porto Turistico di Palau

Der ganzjährig geöffnete kommunale Porto Turistico di Palau umfasst acht Kaiabschnitte sowie feste und schwimmende Stege. Die aktuelle Tourismusseite nennt 475 Liegeplätze für Boote bis 18 Meter bei etwa 1,5 bis 4,5 Metern Wassertiefe. Eine freie Transitkante liegt hinter dem grünen Einfahrtsfeuer; reguläre Plätze sind über UKW-Kanal 09 zuzuweisen.

Wasser und Strom werden als übliche Stegversorgung geführt, doch Anschlussleistung und Abrechnung sind beim aktuellen kommunalen Betreiber zu bestätigen. Der Sanitär-Bereich wird auf der aktuellen Hafenübersicht nicht detailliert ausgewiesen. Toiletten, Duschen, Zugangszeiten und eventuelle öffentliche Alternativen müssen deshalb vor der Buchung geklärt werden.

Eine Tankstelle befindet sich im Hafenumfeld; Kraftstoffsorten, Standort und Öffnungszeiten werden in der aktuellen kommunalen Kurzbeschreibung nicht verbindlich genannt. Auch Pumpen für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie die Annahme von Altöl sind dort nicht eindeutig dokumentiert. Diese Leistungen müssen angemeldet werden.

Der Hafen nennt einen Kran bis 18 Tonnen und einen Travelift bis 60 Tonnen. Die Slipanlage ist rund vier Meter breit und für das Heben beziehungsweise Zuwasserlassen von Booten bis neun Meter vorgesehen. Jeder Hub benötigt dennoch einen technischen Auftrag mit Termin, Maßen, Gewicht und geprüften Hebepunkten. Fähr-, Ausflugs- und Sportbootverkehr teilen sich das Hafengebiet.

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Palau: Granitfelsen, Festungsring und Tor zum Maddalena-Archipel

Der Ort entstand erst im 19. Jahrhundert

Palau entwickelte sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Zuzug aus dem galluresischen Hinterland. Hafenverkehr nach La Maddalena und die geschützte Lage ließen den kleinen Ort wachsen. Im Unterschied zu vielen sardischen Küstenstädten besitzt Palau daher keinen mittelalterlichen Stadtkern.

Fähren und Versorgung des Archipels prägen den Hafen bis heute. Der moderne Ort orientiert sich räumlich stark zu den Inseln, die wie ein vorgelagerter Schutzring vor der Küste liegen.

Wind und Salz formten den Roccia dell'Orso

Östlich des Orts steht ein großer Granitblock, dessen verwitterte Form an einen Bären erinnert. Der Roccia dell'Orso gab dem Capo d'Orso seinen Namen und war bereits antiken Seefahrern als auffällige Landmarke bekannt.

Die Form ist keine Skulptur, sondern Ergebnis unterschiedlicher Härte, Klüfte und jahrtausendelanger Verwitterung. Ähnliche Tafoni und Rundformen bestimmen die gesamte Gallura und den Maddalena-Archipel.

Festungen schützten einen strategischen Inselstützpunkt

Im späten 19. Jahrhundert baute Italien rund um La Maddalena ein umfangreiches Verteidigungssystem. Die Festung Monte Altura entstand 1887 bis 1889 aus lokalem Granit. Zusammen mit Batterien bei Capo d'Orso und Barragge kontrollierte sie Seewege und Ankerplätze.

Im Zweiten Weltkrieg blieb die Region militärisch bedeutend; 1943 wurde der Kreuzer Trieste trotz der Küstenverteidigung versenkt. Heute bewahrt der Nationalpark Maddalena Natur- und Kulturlandschaft, während Fähren, ehemalige Batterien und Aussichtspunkte die strategische Geschichte weiterhin sichtbar machen.

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