Castelsardo – Porto Castelsardo
Liegeplätze und Hafenservice in Marina di Castelsardo
Marina di Castelsardo liegt westlich des historischen Felsorts. Der Betreiber nennt 550 Liegeplätze: 380 an acht festen Stegen, weitere an zwei Kais und vier Schwimmstegen. Die frei zugängliche Kurzseite weist nicht für jede Kategorie maximale Länge und Tiefgang aus. Gastplatz, Bootsmaße und tatsächliche Wassertiefe sind daher verbindlich zu bestätigen.
Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen; Zugang und Saisonzeiten richten sich nach dem Betreiber. Mooringhilfe, Überwachung, Abfallsammlung, Parken und weitere Dienste sind vorhanden. Der historische Ortskern liegt erhöht und ist nicht mit der flachen Hafenzone gleichzusetzen.
Eine Tankstelle liefert Diesel und Benzin. Öffnungszeiten und aktueller Betrieb müssen vor dem Anlegen geprüft werden. Pumpen für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie Altölannahme werden in der öffentlich erreichbaren Betreiberübersicht nicht eindeutig beschrieben und sind deshalb anzumelden.
Werft- und Hebedienste sind im Hafen verfügbar, doch eine aktuelle verbindliche maximale Traglast von Travelift oder Kran wird auf der Kurzseite nicht klar genannt. Jeder Hub benötigt einen separaten technischen Auftrag mit Termin, Maßen, Gewicht und geprüften Hebepunkten. Starker Nordwestwind kann Hafenmanöver und Arbeiten beeinflussen.
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Castelsardo: Doria-Festung, Korbflechterei und der Fels Elefant
Die Doria gründeten Castelgenovese
Die genuesische Familie Doria befestigte den Felsort im 12. oder 13. Jahrhundert und nannte ihn Castelgenovese. Die Lage auf einem steilen Trachytvorsprung erlaubte die Kontrolle des Golfs von Asinara und der Küstenwege.
Nach der aragonesischen Eroberung hieß der Ort Castellaragonese. Erst unter dem Haus Savoyen erhielt er 1767 den Namen Castelsardo. Mauern, enge Gassen und Burg spiegeln diese wechselnden Herrschaften.
Die Kathedrale steht direkt über dem Meer
Die Kathedrale Sant'Antonio Abate verbindet gotisch-katalanische und spätere Bauteile. Ihr Campanile mit farbiger Kuppel dient als weithin sichtbare Landmarke. Unterhalb fallen Felsen steil zum Wasser ab.
Das Burgmuseum widmet sich mediterraner Flechtkunst. In Castelsardo werden Körbe traditionell aus Pflanzenfasern hergestellt; das Handwerk war Teil des Alltags und nicht bloß dekoratives Souvenir.
Roccia dell'Elefante war schon vor der Stadt bedeutend
Außerhalb des Orts steht ein verwitterter Trachytblock, dessen Form an einen Elefanten erinnert. In den Fels wurden prähistorische Kammergräber, sogenannte Domus de Janas, gearbeitet.
Die Anlage verbindet Geologie und Bestattungskultur mehrere Jahrtausende vor der mittelalterlichen Festung. Der moderne Yachthafen ist wiederum eine jüngere Schicht westlich des Orts. Castelsardo lässt diese drei Zeiten räumlich klar nebeneinander erkennen.