Zadar – Marina Borik
Liegeplätze und Versorgung der D-Marin Borik
Die D-Marin Borik liegt nordwestlich der Altstadthalbinsel von Zadar und wird als kompakte Boutique-Marina betrieben. Die aktuelle hervorgehobene Betreiberangabe nennt 170 Wasserliegeplätze für Yachten bis 30 Meter Länge und 15 Plätze an Land. Ein tiefer liegender Seitentext nennt noch 177 Plätze; maßgeblich ist deshalb die individuell bestätigte Zuweisung.
Wasser und Strom mit 220 beziehungsweise 380 Volt stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Zur Infrastruktur gehören Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, Wäscherei, WLAN, Rezeption, Café, Außenparkplätze sowie Sicherheitsdienst und Videoüberwachung. Abfall und gefährliche Stoffe werden an ausgewiesenen Stellen gesammelt.
Der Betreiber nennt im aktuellen Anlagenkopf einen fest installierten Kran mit fünf Tonnen; die ausführliche Beschreibung ergänzt einen mobilen Kran mit zehn Tonnen. Ein Betreiberbeitrag vom April 2026 spricht zusätzlich von einem 40-Tonnen-Travellift. Da diese Angaben unterschiedliche Ausrüstungsstände wiedergeben, müssen Tragfähigkeit, Inbetriebnahme, Schiffsbreite und Hubtermin vorab ausdrücklich bestätigt werden.
Größere Wartungsarbeiten sind am Wasserliegeplatz nicht gestattet und gehören in den Werftbereich. Die begrenzten 15 Landplätze sind nicht automatisch für jeden Krantermin verfügbar. Rezeption, Charterbüros, Concierge und einzelne gastronomische Angebote haben jeweils eigene Öffnungszeiten.
Die Marina besitzt keine Tankstelle direkt im Hafenbecken. Die aktuelle Betreiberseite weist Kraftstoffservice in ungefähr einer Seemeile Entfernung aus. Welche Bootstankstelle gemeint ist, ihre Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten und der sichere Zugang sollten vor dem Verholen geprüft werden.
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Zadar und sein venezianischer Festungsgürtel
Das Landtor als kontrollierter Zugang
Das Landtor an der Foša war der repräsentative Hauptzugang zur befestigten Stadt. Der venezianische Architekt Michele Sanmicheli entwarf es im 16. Jahrhundert als Verbindung aus Triumphbogen und Wehrbau. Über dem mittleren Durchgang steht der geflügelte Markuslöwe als Zeichen der Republik Venedig; daneben erscheint der heilige Chrysogonus, Schutzpatron Zadars.
Der Bau regelte Menschen- und Warenverkehr, demonstrierte aber zugleich politische Herrschaft. Seine breite Renaissancefassade unterscheidet sich bewusst von den älteren, unregelmäßig gewachsenen Mauerabschnitten und gehört zu den klarsten Beispielen der neuen Festungsarchitektur an der östlichen Adria.
Bastionen für eine Stadt auf der Halbinsel
Zadar war Hauptstadt des venezianischen Dalmatien und ein wichtiger Stützpunkt auf der Seeroute zwischen Venedig und Korfu. Mit dem Aufkommen leistungsfähiger Artillerie reichten hohe mittelalterliche Mauern nicht mehr aus. Breite, niedrigere Bastionen und vorgelagerte Verteidigungselemente sollten Geschützfeuer aufnehmen und tote Winkel vermeiden.
Römische, mittelalterliche und venezianische Linien liegen an mehreren Stellen übereinander. Seit 2017 gehört das Verteidigungssystem gemeinsam mit fünf Anlagen in Italien, Kroatien und Montenegro zum UNESCO-Welterbe der venezianischen Verteidigungswerke. Die Eintragung würdigt nicht eine einzelne Mauer, sondern das überregional organisierte Netz des Stato da Terra und Stato da Mar.
Wasser hinter den Mauern
Die Festung musste auch einer längeren Belagerung standhalten. 1574 entstand deshalb am westlichen Bastionsteil eine große Zisterne, die über einen Aquädukt mit Wasser aus dem Gebiet des Vrana-Sees versorgt wurde. Fünf steinerne Brunnenkränze gaben dem heutigen Platz der fünf Brunnen seinen Namen.
Daneben erhebt sich der 26 Meter hohe Kapitänsturm, der einzige erhaltene Turm des mittelalterlichen Befestigungsrings. Nach dem Ende der unmittelbaren militärischen Nutzung wurde auf den Wallanlagen im frühen 19. Jahrhundert der Park der Königin Jelena Madijevka angelegt. Wehrbau, Wasserspeicher und öffentlicher Garten zeigen damit drei aufeinanderfolgende Nutzungen derselben Stadtgrenze.