Norddalmatien · 7 Tage · Inselhäfen und Naturparks
Dugi Otok und die Kornaten ab Sukošan
Die siebentägige Runde beginnt und endet in Sukošan. Sie führt über Biograd nach Piškera, Žut, Telašćica und Veli Iž. Eine längere Passage südlich um Pašman und die Rückfahrt nördlich um Ugljan geben der Woche ihren Rhythmus.
Tag 1 · Samstag
Sukošan · Übernahme in der Marina Dalmacija
Nach der Übergabe am späten Nachmittag bleibt die Yacht in Sukošan. Einweisung, Proviant und die Vorbereitung des ersten Segeltags bekommen den nötigen Raum.
Die Crew verbringt die erste Nacht an der Basis
Die Yacht wird gewöhnlich am späten Nachmittag übergeben. Inventar, Sicherheitsausrüstung, Motor, Segel, Ankeranlage und bekannte Schäden werden deshalb ohne Zeitdruck geprüft. Danach verstaut die Crew den Proviant, verteilt die Aufgaben an Bord und klärt offene Fragen direkt mit der Charterbasis.
Am Samstag ist keine Segelstrecke vorgesehen. Die Crew verbringt die erste Nacht in der D-Marin Dalmacija bei Sukošan. Das ist kein verlorener Urlaubstag, sondern die realistische Folge einer regulären Übergabe: Die Crew lernt die Yacht bei Tageslicht kennen und beginnt den ersten Segeltag ausgeruht.
Motorstart, Rückwärtsgang, Ruderwirkung und die Aufgaben an den Leinen werden gemeinsam durchgegangen. Wenn die Basis ein kurzes Einweisungsmanöver verlangt, findet es nur nach ihrer Anweisung im dafür vorgesehenen Bereich statt. Eine Fahrt nach Biograd beginnt erst am Sonntag.
Der Samstagabend gehört der Yacht und nicht einer ersten Etappe
Nach der Übernahme bleibt genügend Zeit, um die Wege auf dem großen Marinagelände kennenzulernen. Die Crew merkt sich Steg und Liegeplatznummer, findet den nächsten Sanitärblock und klärt, wo Abfall, Wasser, Strom und gegebenenfalls kleinere technische Fragen erledigt werden.
Für einen Landgang nach Sukošan werden nur die Dinge mitgenommen, die am Abend tatsächlich gebraucht werden. Der erste Einkauf konzentriert sich auf Trinkwasser, Frühstück und eine einfache Mahlzeit; schwere Vorräte werden tief und gegen Bewegung gesichert verstaut.
Vor der Nacht stehen Leinen und Fender passend, Landstrom und Ladezustand sind geprüft und persönliche Ausrüstung hat einen festen Platz. So beginnt der Sonntag nicht mit der Suche nach Handschuhen, Ladegeräten oder Rettungswesten.
D-Marin Dalmacija ist ein großer Versorgungs- und Technikstandort
D-Marin Dalmacija zählt zu den größten Marinas an der kroatischen Küste. An den Stegen stehen Wasser und Strom zur Verfügung; auf dem Gelände gibt es Sanitäranlagen, Wäscherei, WLAN, Supermarkt, Gastronomie, nautischen Handel, Charterbüros und zahlreiche Servicebetriebe. Auch eine Bootstankstelle ist vom Wasser erreichbar.
Für diese Route ist vor allem die gute Versorgung wichtig. Fehlender Proviant, Wasser oder eine technische Auffälligkeit können hier geklärt werden, bevor am Montag mehrere Inselnächte mit deutlich weniger Infrastruktur beginnen. Einzelne Leistungen und die Tankmöglichkeit werden vor dem Anlaufen aktuell bestätigt.
Das Gelände ist weitläufig. Nach der Platzzuweisung merkt sich die Crew Steg und Liegeplatznummer und klärt, welcher Sanitärblock sowie welcher Ausgang am nächsten liegen. Für den Gang ins Dorf nimmt sie Schlüssel, Zugangskarte und die Kontaktdaten der Marina mit.
Sukošans Palac steht wie eine Kulisse im flachen Wasser
Vor dem alten Dorfkern liegen die Mauerreste des Palac auf einer künstlich geschaffenen Insel. Der Erzbischof von Zadar ließ den sommerlichen Landsitz ab 1470 errichten. Während des Kandischen Kriegs diente die Anlage den Bewohnern als Zuflucht vor osmanischen Angriffen. Heute ist nur ein Teil des rechteckigen Baus erhalten, doch seine isolierte Lage macht ihn zum unverwechselbaren Wahrzeichen der Bucht.
Der Name Portus aureus, „Goldener Hafen“, verweist ebenso wie Zlatna luka auf die geschützte Bucht. Schon in römischer Zeit wurde die Umgebung landwirtschaftlich und maritim genutzt; im Bereich Barbir liegen Spuren einer Villa rustica teilweise unter Wasser. Die geschützte Bucht und die Nähe zu Zadar erklären, warum hier über viele Jahrhunderte Landwirtschaft, Seefahrt und später die große Marina zusammenkamen.
Im Dorfkern liegen Wehrgeschichte und wiederverwendete Steine dicht beieinander
Sukošan wurde im späten 15. Jahrhundert befestigt. Vom Mauerring ist vor allem das obere Tor als Grenze des alten Kerns erkennbar. Die Kirche Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit entstand 1650 gegenüber dem Tor und besitzt Schießscharten. In ihren Türgewänden wurden vorromanische Reliefbalken aus dem 9. oder 10. Jahrhundert wiederverwendet, vermutlich aus einem älteren Sakralbau.
Auch die Pfarrkirche des heiligen Kassian bewahrt mittelalterliche Bauteile und eine glagolitische Inschrift. Für diesen Rundgang genügt der Bereich zwischen Ufer, Palac, Tor und Kirche. Auf wenigen Straßen sind römische Spuren, mittelalterliche Kirchenbauten und die venezianische Befestigung zu sehen.
Proviant und Wettercheck für Biograd
Nach dem Festmachen ergänzt die Crew Brot, Obst, Gemüse und Trinkwasser für den nächsten Tag. Größere Vorräte müssen in Sukošan noch nicht an Bord: Biograd bietet am Sonntag erneut Supermärkte, Marktstände und eine vollständig ausgestattete Marina.
Vor dem Schlafengehen werden Wetter, die gut elf Meilen nach Biograd und mindestens ein Ausweichhafen geprüft. Leinen, Rettungswesten und persönliche Ausrüstung bekommen feste Plätze. So kann die Crew am nächsten Morgen ohne langes Suchen ablegen.
Der vollständige Törnplan ist für Charterberater-Kunden verfügbar
Charterberater-Kunden erhalten diese sorgfältig aufbereiteten Törnvorschläge kostenfrei, einschließlich aller Etappen, Häfen, Restaurant- und Liegeplatzempfehlungen sowie einer druckbaren PDF. Wenn wir Sie nach einer qualifizierten Anfrage bereits als Kunden angelegt haben, können Sie sich mit Ihrer bei uns hinterlegten E-Mail-Adresse einloggen oder einmalig registrieren.
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