Vodice – ACI Marine Vodice
Liegeplätze und Versorgung der ACI Marina Vodice
Die ACI Marina Vodice liegt in der Vrulje-Bucht im nordöstlichen Teil des Stadthafens und wird von zwei Wellenbrechern geschützt. Belastbare ACI-Unterlagen nennen 273 Wasserliegeplätze und 50 Plätze an Land. Abweichende höhere Zahlen auf regionalen Tourismusseiten sind nicht konsistent; der konkrete Platz muss daher anhand von Länge, Breite und Tiefgang bestätigt werden.
Die Wasserliegeplätze verfügen über Wasser und Strom. Sanitäranlagen bieten Toiletten und Duschen sowie einen barrierefrei nutzbaren Bereich. Zur Ausstattung gehören Rezeption, WLAN, Wäscherei, Restaurant, Geldautomat, Charterbetriebe und Parkplätze. Geschäfte, Markt, Apotheke und weitere Dienste liegen durch die innenstadtnahe Lage ebenfalls in Gehweite.
Für das Aus- und Einwassern stehen ein Kran mit zehn Tonnen und ein Travellift mit 60 Tonnen Tragfähigkeit zur Verfügung. Eine Werkstatt übernimmt Wartungs- und Reparaturarbeiten, zudem gibt es Trockenliegeplätze. Gewicht, Schiffsbreite, Hubtermin und benötigte Arbeiten müssen vor der Beauftragung abgestimmt werden.
Die Marina ist ganzjährig geöffnet. Die durchgehende Öffnung des Hafens bedeutet jedoch nicht, dass Gastronomie, Werkstatt, Wäscherei oder andere Einzelbetriebe zu jeder Jahreszeit dieselben Zeiten haben. Verbrauchsgrenzen für Wasser und Strom richten sich nach dem jeweiligen ACI-Vertrag.
Eine Tankstelle für Boote befindet sich auf der Außenseite des Wellenbrechers, der die Marina gegen südliche Winde schützt. Sie ist damit Teil des Hafenbereichs, liegt aber nicht innerhalb des ruhigen Stegbeckens. Wetter, Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten und mögliche Wartezeiten sollten vor dem Anlaufen geprüft werden.
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Vodice, die Stadt der Brunnen
Wasser als Ursprung und Handelsgut
Der Name Vodice ist mit dem kroatischen Wort voda, Wasser, verbunden. Die Siedlung entwickelte sich an einem dichten Netz von Grundwasserstellen. Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde Trinkwasser von hier ausgeführt. Auf dem zentralen Platz erinnern zwei erhaltene Brunnen an diese wirtschaftliche Besonderheit.
Der obere Brunnen lieferte besseres Trinkwasser, während Wasser aus dem unteren für Wäsche und andere Arbeiten genutzt wurde. Brunnen waren zugleich soziale Orte: Hier wurden Nachrichten ausgetauscht, Geschäfte besprochen, Feste gefeiert und Beziehungen geknüpft. Noch um 1960 soll Vodice mehrere hundert Brunnen besessen haben.
Vom Feld an die befestigte Küste
Die ältesten Siedlungsspuren liegen nicht am heutigen Ufer, sondern in den fruchtbaren Feldern des Hinterlands. Bei Velika Mrdakovica kamen eine vorrömische Siedlung und eine liburnische Nekropole aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. zutage. Besonders hochwertige Glasgefäße belegen weiträumige Kontakte; die Anlage wird häufig mit dem antiken Arauzona in Verbindung gebracht.
Vodice selbst erscheint 1402 in Schriftquellen, als die gotische Kirche des Heiligen Kreuzes entstand. Während der osmanisch-venezianischen Konflikte zogen Bewohner gefährdeter Dörfer näher an die Küste. Im 15. und 16. Jahrhundert umgaben Mauern und drei Türme den dicht bebauten Ort. Nach dem Ende der Gefahr wurden viele Befestigungssteine für Wohnhäuser wiederverwendet.
Čorić-Turm und barocker Mittelpunkt
Der Čorić-Turm ist der markanteste erhaltene Wehr- und Wohnbau. Ein Vertrag von 1533 belegt den Baubeginn durch einen Steinmetzen aus Hvar für Hyeronimus Saracenis; später gehörte der Turm der Šibeniker Familie Fondra und diente als Wohnsitz. Wappen, Fenster und Innenausstattung zeigen, dass er nicht bloß ein militärischer Zweckbau war.
Mit dem Wachstum des Ortes entstand von 1746 bis 1749 die neue Pfarrkirche des Heiligen Kreuzes nach Plänen des dalmatinischen Barockbaumeisters Ivan Skoko. Vicko Macanović aus Dubrovnik errichtete den Glockenturm; 1760 wurde die Kirche geweiht. Brunnen, Turm und Kirche bilden bis heute die wichtigsten historischen Fixpunkte im Zentrum.