Skradin – Marina Skradin
Liegeplätze und Versorgung der ACI Marina Skradin
Die ACI Marina Skradin liegt unmittelbar vor der Altstadt am rechten Ufer der Krka. Die aktuelle Hafenordnung nennt 180 Wasserliegeplätze; reguläre Trockenliegeplätze gehören nicht zum Hafenumfang. Ein erneuertes Verankerungssystem ermöglicht nach Betreiberangaben auch die Aufnahme von Yachten bis 40 Meter, doch muss die Zuweisung für große Einheiten anhand von Länge, Breite und Tiefgang bestätigt werden.
An den Liegeplätzen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Die Marina besitzt Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, darunter barrierefrei nutzbare Einrichtungen. WLAN, Rezeption, Geldautomat und bewachte Parkplätze ergänzen die Grundversorgung; die Verfügbarkeit eines Parkplatzes hängt vom Vertrag und von der aktuellen Belegung ab.
Da ACI Skradin ausschließlich Wasserliegeplätze ausweist, gibt es keinen regulären Werft- oder Trockenliegebetrieb mit Travellift. Kleinere technische Hilfe und Taucherleistungen können organisiert werden. Für Kranen, Auswassern oder umfangreiche Reparaturen muss jedoch ein geeigneter Betrieb außerhalb der Marina beauftragt und dessen Kapazität vorab geklärt werden.
Im und direkt am Hafen liegen gastronomische Betriebe sowie Geschäfte des Ortes. ACI führte außerdem eine Vinothek mit kroatischen Weinen und regionalen Produkten ein. Saisonale Öffnungszeiten unterscheiden sich von der ganzjährigen Nutzbarkeit der Marina und sollten besonders außerhalb der Hauptreisezeit geprüft werden.
Eine Tankstelle für Boote wird in aktuellen Hafenverzeichnissen für die Marina ausgewiesen. Da Kraftstoffangebot und Betriebszeiten kurzfristiger wechseln können als die übrige Hafeninfrastruktur, sollten die genaue Position des Tankstegs, die Öffnungszeiten und die verfügbaren Sorten vor einem fest geplanten Tankstopp unmittelbar bestätigt werden.
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Skradin zwischen Scardona und den Wasserfällen der Krka
Scardona am schiffbaren Fluss
Die Geschichte Skradins reicht bis zu einer liburnischen Siedlung auf der Anhöhe über dem heutigen Ort zurück. In römischer Zeit entwickelte sich Scardona am Fuß des Hügels zu einem Municipium, Handelsplatz, Hafen und militärischen Stützpunkt. Antike Autoren wie Strabon, Plinius und Ptolemäus erwähnten die Stadt. Ihre Lage verband den Seeweg der Adria mit dem fruchtbaren Hinterland entlang der Krka.
Nach Zerstörungen in der Völkerwanderungszeit wurde der Ort unter kroatischem Namen wieder aufgebaut. Bereits im 6. Jahrhundert war Skradin Bischofssitz. Im späten 13. Jahrhundert gehörte die Stadt zu den Sitzen der mächtigen Fürsten Šubić von Bribir und erhielt ein kommunales Statut.
Die Turina über den Dächern
Oberhalb des Hafens stehen die Reste der Festung Turina. Sie wurde unter Ban Pavao I. Šubić, der von 1273 bis 1312 herrschte, auf einer älteren vorgeschichtlichen Befestigung errichtet. Von dort ließ sich der Flusszugang kontrollieren. Avaren, Osmanen und Venezianer griffen Skradin in unterschiedlichen Epochen an; Mauern und Turmreste spiegeln diese strategisch unruhige Lage.
Das heutige Stadtbild entstand zu großen Teilen im 18. und 19. Jahrhundert. Häuser mit farbigen Fassaden und venezianischen Einflüssen säumen die schmalen Straßen zur Kirche der Geburt Mariens. Östlich des Kerns steht die 1876 errichtete neogotische orthodoxe Kirche des heiligen Spiridon.
Skradinski buk und die wachsende Barriere
Flussaufwärts liegt Skradinski buk, die siebte und längste Travertinbarriere der Krka. Sie erstreckt sich über etwa 800 Meter, ist 200 bis 400 Meter breit und überwindet insgesamt 45,7 Meter Höhe in siebzehn Stufen. Die heutige Formation begann sich nach der letzten Kaltzeit zu entwickeln.
Travertin ist hier kein abgeschlossenes Gesteinsrelikt. Moose, Algen und Mikroorganismen fördern die Ablagerung von Calciumcarbonat, sodass die Schwellen unter geeigneten Bedingungen weiterwachsen. Durch die Barriere staute sich der Fluss bis Roški slap sowie in den Unterlauf der Čikola zurück. Damit prägt derselbe geologische Prozess sowohl die Wasserfälle als auch die ruhige, schiffbare Flusslandschaft vor Skradin.