Sibenik – Zaton Marina
Anlegen im Hafen von Zaton bei Šibenik
Der Hafen von Zaton liegt am Ende einer schmalen Bucht im nordwestlichen Teil des Šibeniker Hafen- und Krka-Systems. Die Bezeichnung „Zaton Marina“ wird vor allem von Charteranbietern für ihre Basis verwendet. Vor Ort besteht jedoch keine große, einheitlich dokumentierte Marina mit öffentlich publizierter Gesamtzahl an Transitliegeplätzen. Ein Platz muss direkt mit Basis beziehungsweise Hafenverantwortlichen vereinbart werden.
Wasser ist nach der aktuellen Basisinformation im Hafen verfügbar. Eine durchgängige Versorgung aller möglichen Gastplätze mit Strom ist dagegen nicht verlässlich veröffentlicht und muss für den zugewiesenen Steg bestätigt werden. Gleiches gilt für maximale Bootslänge, Wassertiefe und Liegeart.
Eigene Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen werden in der Basisinformation nicht als standardisierte Hafenleistung ausgewiesen. Einrichtungen einzelner Charterbetriebe oder Unterkünfte dürfen nicht automatisch von allen Gastliegern genutzt werden. Rezeption, WLAN, Parkplätze und Zugangscodes müssen ebenfalls beim jeweiligen Vertragspartner geklärt werden.
Eine öffentliche Werftausstattung mit Kran, Travellift und Trockenliegeplätzen ist für Zaton nicht belastbar dokumentiert. Technische Arbeiten und das Aus- oder Einwassern müssen daher mit einem Servicebetrieb im Raum Šibenik organisiert werden.
Eine Tankstelle für Boote gibt es im Hafen von Zaton nicht. Die aktuelle Basisinformation verweist für Kraftstoff auf die Bootstankstelle im Šibeniker Hafen. Deren genaue Lage, Öffnungszeiten und angebotene Kraftstoffsorten sollten vor dem Anlaufen überprüft werden.
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Zaton am Übergang zwischen Krka und Meer
Ein Dorf am innersten Ende der Bucht
Zaton liegt ungefähr zehn Kilometer nordwestlich von Šibenik an einer ruhigen, weit ins Land reichenden Bucht. Das Wasser gehört zum Mündungs- und Ästuarsystem der Krka: Flusswasser gelangt über den Prokljansko jezero und den engen Kanal in die Šibeniker Bucht und weiter zur Adria. Dadurch ist die Landschaft weder ein gewöhnlicher Küstenabschnitt noch ein reiner Flusslauf.
Die geschützte, langgestreckte Wasserfläche eignet sich für den Rudersport. Der Abschnitt zwischen Šibenik und Zaton dient als Trainings- und Wettkampfstrecke für nationale und internationale Regatten. Er verbindet die maritime Lage des Dorfes mit einer Nutzung, die sich deutlich von Yachtmarina und Fischereihafen unterscheidet.
Velika Mrdakovica und ihre Gräber
Wenige Kilometer nordwestlich von Zaton liegt der Hügel Velika Mrdakovica. Archäologen fanden dort die Reste einer befestigten Höhensiedlung und eine ausgedehnte Nekropole. Die Bestattungen reichen vom 6. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr.; ein großer Teil gehört zur liburnischen Kultur der vorrömischen Adria.
Grabbeigaben und die Lage der Siedlung zeigen Kontakte zu regionalen Handelswegen. Das Areal umfasste außerdem eine Zisterne, die Wasser für den befestigten Platz speicherte. Spätere römische und einzelne mittelalterliche Spuren belegen, dass der Hügel über die ursprüngliche Siedlungsphase hinaus Bedeutung behielt.
Ein Name aus dem Mittelalter
Zaton wird 1322 in der Form Zatocon genannt. In einer Urkunde bestätigte der ungarisch-kroatische König Karl I. den Bürgern von Šibenik ältere Besitzrechte und Grenzen. Der Ort gehörte damit zum ländlichen Umfeld der Stadt, blieb aber durch Fischerei, Landwirtschaft und den Wasserweg eigenständig geprägt. Heute besteht der historische Kern aus einfachen dalmatinischen Steinhäusern entlang der geschützten Bucht.