Sibenik – Marina Mandalina
Liegeplätze und Versorgung der D-Marin Mandalina
Die D-Marin Mandalina liegt südöstlich des historischen Zentrums von Šibenik in der tief geschützten Hafenbucht. Der Betreiber nennt aktuell 452 Wasserliegeplätze für Yachten von etwa zehn bis 70 Metern Länge und bis zu 5,5 Metern Tiefgang. Darin enthalten sind spezielle Plätze für große Yachten und Katamarane. Die verbindliche Zuweisung richtet sich nach allen Schiffsmaßen.
An den Liegeplätzen stehen rund um die Uhr Trinkwasser und Strom zur Verfügung; für große Einheiten reichen die Anschlüsse bis 1.000 Ampere. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, Wäscherei, kostenloses WLAN, Parkplätze und eine ständig verfügbare Marinacrew gehören zur Grundausstattung.
Der Werftbereich besitzt 30 Stellplätze an Land und einen Travellift mit 50 Tonnen Tragfähigkeit. Angeboten werden Hochdruckreinigung, Antifouling, GFK-Reparaturen, Elektrik, Motorservice, Tischler- und Teakarbeiten, Polsterei sowie Arbeiten an Persenningen. Ein autorisierter Volvo-Penta-Service und spezialisierte Seakeeper-Leistungen ergänzen das Angebot.
Zur Marina gehören Rezeption, Restaurant, Geschäft für nautischen Bedarf, Drei-Sterne-Hotel, Geldautomat und organisierbare Transfers. Videoüberwachung und Brandschutzsystem arbeiten rund um die Uhr. Abfall, Altöl und andere problematische Stoffe werden an ausgewiesenen Sammelstellen angenommen.
Eine Tankstelle für Boote befindet sich im Marinabereich beziehungsweise unmittelbar an seiner Hafenzufahrt. Sie wird von D-Marin als eigene Serviceeinrichtung geführt. Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten und mögliche Größenbeschränkungen am Tanksteg sollten dennoch vor dem Anlaufen geprüft werden.
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Šibenik, eine Stadt aus Stein und Festungen
Die Kathedrale ohne gemauertes Gewölbe
Die Kathedrale des heiligen Jakob entstand zwischen 1431 und 1535. Drei Baumeister prägten die aufeinanderfolgenden Bauphasen: Francesco di Giacomo, Juraj Dalmatinac und Nikola Firentinac. Sie entwickelten ein Gebäude, dessen Wände, Gewölbe und Kuppel vollständig aus sorgfältig gefügten Steinplatten bestehen. Diese konstruktive Einheit verbindet norditalienische Gotik mit Formen der Renaissance.
Am äußeren Chor läuft ein Fries mit 71 individuell gestalteten Gesichtern von Männern, Frauen und Kindern. Die Porträts sind keine gleichförmigen Ornamente, sondern zeigen unterschiedliche Altersstufen und Ausdrucksformen. Seit 2000 gehört die Kathedrale zum UNESCO-Welterbe.
Eine Festung als Ursprung der Stadt
Šibenik wird erstmals in einer Urkunde König Petar Krešimirs IV. erwähnt. Die Festung des heiligen Michael lag an der strategisch entscheidenden Stelle über der geschützten Mündung der Krka. Sie diente zunächst als Aussichtspunkt und Zuflucht und wurde zum Kern des mittelalterlichen Befestigungssystems. Nach 38 Monaten Belagerung kam die Stadt 1412 unter venezianische Herrschaft.
Zwei Festungen in nur 58 Tagen
Als 1645 erneut Krieg zwischen Venedig und dem Osmanischen Reich ausbrach, lagen die bestehenden Mauern zu niedrig gegenüber den nördlichen Hügeln. Die Einwohner bauten deshalb 1646 unter Leitung des genuesischen Franziskaneringenieurs Antonio Leni die sternförmige Festung des heiligen Johannes. Der Bau dauerte lediglich 58 Tage.
Auf dem benachbarten, etwa 80 Meter hohen Hügel entstand gleichzeitig die Barone-Festung. Beide Werke bewährten sich 1647 gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen osmanischen Angriff. Zusammen mit St. Michael und der Seefestung St. Nikolaus kontrollierten sie Stadt, Hafenbecken und den schmalen Zugang vom offenen Meer. Das Befestigungssystem erklärt, weshalb Šibeniks Geschichte zugleich vom Landkrieg und von seiner geschützten maritimen Lage geprägt ist.