Primosten – Marina Kremik
Liegeplätze und Versorgung der Marina Kremik
Die Marina Kremik liegt in einer langen, schmalen Naturbucht rund drei Kilometer südlich von Primošten. Der Betreiber nennt 393 Wasserliegeplätze mit Fingerstegen und 150 Plätze an Land. Regulär werden Schiffe bis 26 Meter Länge aufgenommen; für kleinere und größere Yachten bestehen unterschiedliche Bereiche, deren konkrete Grenzen bei der Reservierung bestätigt werden müssen.
Die Liegeplätze verfügen über Wasser und Strom mit 220 beziehungsweise 380 Volt. Zwei große Sanitärblöcke mit Toiletten und Duschen liegen nahe den Stegen. Kostenloses WLAN deckt das Marinagelände ab. Hafenpersonal unterstützt über UKW-Kanal 17 beim Ein- und Auslaufen; Bewachung und Videoüberwachung arbeiten rund um die Uhr.
Ein Travellift steht für das Aus- und Einwassern zur Verfügung. Seine aktuelle maximale Tragfähigkeit nennt die Betreiberseite nicht eindeutig, daher müssen Gewicht und Breite des Schiffs vor einer Buchung bestätigt werden. Seit Ende 2022 übernimmt das Kremik Nautic Center Reparatur, Wartung und Umbauten; ein Taucher kann auf Anfrage eingesetzt werden.
Zum Gelände gehören Rezeption, Parkplätze entlang des Ufers, Restaurant, kleiner Markt, Geschäft für Bootszubehör, Selbstbedienungswäscherei und saisonaler Obst- und Gemüsestand. Außerdem gibt es Charter- und Yachtverkaufsbetriebe. Für Fäkalientanks sind ausgewiesene Entleerungsstellen vorhanden.
Die Marina besitzt eine eigene PETROL-Tankstelle für Boote. Dort werden Benzin und Diesel abgegeben. Da Betriebszeiten saisonal wechseln können, sollten Öffnungszeiten und die aktuelle Verfügbarkeit der Kraftstoffsorten vor einem fest terminierten Tankstopp geprüft werden.
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Primošten, vom Inselrefugium zur Landschaft aus Stein
Eine Insel hinter der Zugbrücke
Der alte Kern von Primošten liegt auf einer ehemaligen Insel. Im 15. Jahrhundert zogen sich Bewohner des Hinterlands vor osmanischen Angriffen auf den damals Capocesto genannten Felsen zurück und verbanden ihn durch eine Zugbrücke mit dem Festland. Aus dieser „überbrückten“ Lage wird der Name Primošten hergeleitet.
Später ersetzte ein fester Damm den schmalen Kanal; aus der Insel wurde eine Halbinsel. Enge, gepflasterte Gassen steigen zur Kirche des heiligen Georg hinauf. Ein Gotteshaus an dieser Stelle ist 1681 belegt, der heutige Bau wurde 1760 erweitert und steht als Kulturdenkmal unter Schutz.
Bucavac, die Spitze aus Trockenmauern
Rund drei Kilometer südlich liegt der Weinberg Bucavac. In dem fast bodenlosen Karst schufen Bauern kleine Erdflächen für wenige Rebstöcke und fassten jede Parzelle mit niedrigen Trockenmauern ein. Die Mauern halten das knappe Erdreich gegen Erosion fest. Von oben ergibt das Netz aus Steinen und Reben ein Muster, das als „Steinspitze“ bekannt wurde.
Maschinen können die engen Parzellen nicht bearbeiten; Pflege und Lese erfolgen von Hand. Hier wächst vor allem die autochthone rote Sorte Babić. Sonne, Wind, geringe Niederschläge und niedrige Erträge erzeugen konzentrierte Trauben und machten den Wein zu einem Wahrzeichen der Region.
Fischer und Bauern im öffentlichen Raum
An der Uferpromenade erinnern Denkmäler an beide traditionellen Erwerbszweige. Die Figur des Primoštener Bauern wurde 2007 zu Ehren der Menschen aufgestellt, die den kargen Boden kultivierten. In der Nähe stehen ein Fischerdenkmal und eine große Windrose als Bodenmosaik. Ihre gemeinsame Lage zeigt, dass die Geschichte des Ortes gleichermaßen vom Land und vom Meer geprägt wurde.