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Murter – Marina Hramina

Liegeplätze und Versorgung der Marina Hramina

Die Marina Hramina liegt in der geschützten Bucht Hramina unmittelbar am Ort Murter. Nach der Eröffnung eines zusätzlichen Stegs im April 2025 verfügt sie über mehr als 400 Wasserliegeplätze und 120 Plätze an Land. Die Wassertiefen an den Stegen reichen von etwa 1,5 bis drei Metern. Der Tarif ist für Schiffe bis 25 Meter gestaffelt; größere Einheiten werden nur auf Anfrage aufgenommen.

Jeder Liegeplatz besitzt Anschlüsse für Wasser, Strom und Internet. Der Standardverbrauch von Wasser ist bei Jahresverträgen enthalten; Strom kann abhängig von Anschluss und Marktlage gesondert berechnet werden. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen stehen Gastliegern zur Verfügung. Das Gelände wird rund um die Uhr bewacht und per Video überwacht.

Die Marina betreibt Werkstätten für Boots- und Motorservice, Ersatzteilversorgung und Batteriepflege. Kran, Travellift und Transportwagen ermöglichen Arbeiten an Land; die aktuelle Betreiberseite nennt jedoch keine verbindlichen Tragfähigkeiten. Gewicht, Breite, Hubtermin und gewünschte Arbeiten müssen daher vorab mit dem Service vereinbart werden.

Zum Marinagelände gehören Restaurant, Bar, kleiner Markt, Geschäft für nautische Ausrüstung, Wäscherei, Zimmer, private Badefläche, Parkplätze sowie Boots- und Rollervermietung. Der 2025 ausgebaute Bereich umfasst zusätzliche Parkflächen und einen neu angelegten Strand.

Eine Tankstelle für Boote befindet sich in der Bucht von Murter in der Nähe der Marina, wird vom aktuellen Betreiber aber nicht als eigener Bestandteil der Hramina-Liegeplätze beschrieben. Zufahrt, Öffnungszeiten und verfügbare Kraftstoffsorten sollten unmittelbar vor dem Tankstopp geprüft werden.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Murter zwischen dem römischen Colentum und den Kornaten

Die Hafenstadt Colentum

Am Fuß des Hügels Gradina, direkt westlich der Bucht Hramina, liegen die Reste der römischen Siedlung Colentum. Münzfunde aus der Zeit Neros und Vespasians weisen auf eine Blüte im 1. Jahrhundert n. Chr. hin. Die zum Meer abgestufte Stadt besaß gepflasterte Gassen, Zisternen, Thermen und mehrgeschossige Gebäude; repräsentative Villen waren mit ihren Fassaden auf die Bucht ausgerichtet.

Colentum wurde vermutlich zu Beginn des 2. Jahrhunderts durch einen Piratenangriff oder ein Erdbeben schwer beschädigt. Einzelne Küstenbauten wurden wieder genutzt, doch die Stadt erreichte ihre frühere Bedeutung nicht mehr. Heute erschließt ein archäologischer Park die Reste von Villen, Hafen und Wasserspeichern.

Von Villa Magna zum heutigen Murter

Das mittelalterliche Murter wird 1251 als Villa Magna, also Großes Dorf, erwähnt. Später hieß die Siedlung Srimač; der heutige Name ist seit 1715 belegt. Das alte Dorf entwickelte sich im Inselinneren, während die geschützte Bucht Hramina den Zugang zum Meer sicherte.

Die Murteriner als Eigentümer der Kornaten

Seit dem 17. Jahrhundert arbeiteten Bewohner von Murter und Betina als Pächter und Hirten auf den Kornaten. Als die adeligen Eigentümer aus Zadar im späten 19. Jahrhundert ihre Inselgüter verkauften, kauften Murteriner 1885 Žut. 1896 erwarben Familien aus Murter, Betina und Zaglav gemeinsam Kornat und die zugehörigen Inseln. So gelangten mehr als 90 Prozent des Landes in den Besitz von Bewohnern der Insel Murter.

Die neuen Eigentümer räumten steinige Flächen für Wein und Oliven und errichteten kilometerlange Trockenmauern. Viele Mauern laufen von einer Küste zur anderen: Sie markierten Grundstücke, trennten Schafweiden und mussten zugleich niedrig genug für den Bau ohne Mörtel, aber stabil genug gegen den Wind sein. Diese Kulturlandschaft erklärt die bis heute enge soziale Verbindung zwischen Murter und dem scheinbar unbewohnten Archipel.

Restaurants und Hotels in der Nähe