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Murter – ACI-Marina Jezera

Liegeplätze und Versorgung der ACI Marina Jezera

Die ACI Marina Jezera liegt am südlichen Ende der hufeisenförmigen Bucht von Jezera auf der Insel Murter. ACI führt 212 Wasserliegeplätze und 40 Trockenliegeplätze. Der Hafen ist ganzjährig geöffnet. Die geschützte Lage begünstigt einen ruhigen Innenhafen, ersetzt bei der Platzwahl aber nicht die Prüfung von Bootslänge, Breite und Tiefgang.

Die Liegeplätze sind mit Wasser und Strom ausgestattet. Sanitäranlagen bieten Toiletten und Duschen; ein barrierefrei zugänglicher Bereich gehört ebenfalls zur veröffentlichten ACI-Ausstattung. Rezeption, kostenloses WLAN und Parkplätze stehen im Marinabereich zur Verfügung.

Für technische Arbeiten werden Bootsservice und eine mechanische Werkstatt im Marinakomplex genannt. Ältere Verzeichnisse führen zudem Kran beziehungsweise Travellift auf, doch die aktuelle öffentlich zugängliche ACI-Übersicht liefert dafür keine eindeutig belastbare Tragfähigkeit. Hubgerät, zulässiges Gewicht, Stellplatz an Land und konkreter Arbeitsumfang müssen deshalb vorab bestätigt werden.

Zum Umfeld der Marina gehören Restaurant beziehungsweise Café, Lebensmittelversorgung, Charterbetriebe und eine Segelschule. Welche Angebote saisonal geöffnet sind, sollte außerhalb des Sommers geprüft werden. Wasser- und Stromverbrauch unterliegt den jeweils aktuellen ACI-Vertrags- und Tarifbedingungen.

Direkt neben der Marina befindet sich die INA-Bootstankstelle Jezera-Marina an der Obala sv. Ivana 47e. Sie versorgt Wasserfahrzeuge und führt derzeit Benzin sowie Diesel. Da Öffnungszeiten und Sortiment veränderlich sind, sollten sie vor einem fest geplanten Tankstopp nochmals kontrolliert werden.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Jezera, ein Ort der Fischer und verschwundenen Teiche

Der Name erinnert an Wasserflächen

Jezera bedeutet auf Kroatisch „Seen“. Gemeint waren flache Senken auf undurchlässigem Boden, in denen sich nach kräftigem Regen Wasser sammelte. Südwestlich des heutigen Ortes lag außerdem ein größeres Feuchtgebiet. Es wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitgehend entwässert, auch um die Malariagefahr zu vermindern. Der Ortsname bewahrt damit eine Landschaft, die heute nur noch eingeschränkt erkennbar ist.

Die geschlossene Bucht, umgeben von niedrigen Hügeln, bot zugleich einen natürlichen Hafen. Jezera entwickelte eine ausgeprägte Tradition von Seefahrern, Tauchern und Fischern. Die Fischerei ist bis heute Teil der lokalen Identität; auch Wettbewerbe im Hochseefischen knüpfen an dieses maritime Wissen an.

Vom mittelalterlichen Dorf zur eigenen Pfarrei

Jezera wird 1298 erstmals schriftlich genannt, doch Funde in der Umgebung reichen weiter zurück. Die örtliche Geschichtsdarstellung verweist auf Spuren einer älteren illyrischen Siedlung. Seit 1602 besitzt Jezera eine eigene Pfarrei.

Die Pfarrkirche Gospa od Zdravlja wurde 1722 aus sorgfältig behauenen Steinen des örtlichen Steinbruchs errichtet. Neben ihr steht ein 32 Meter hoher Glockenturm, der als ältester erhaltener Kirchturm auf der Insel Murter gilt. Kirche und Turm markieren den historischen Schwerpunkt oberhalb der Hafenbucht.

Piratenüberlieferung auf Kukuljar Vodeni

Mit der vorgelagerten Inselwelt verbindet sich eine lokale Erzählung über Kukuljar Vodeni. In einer kleinen Höhle am Meer befindet sich bei Ebbe Süßwasser, das bei Flut brackig wird. Unregelmäßige Steinblöcke werden dort als Gräber süditalienischer Seeräuber gedeutet. Nach der Überlieferung besiegten Bewohner Murters die Angreifer Ende des 16. Jahrhunderts nahe den Kornaten; Fischer aus Jezera sollen angespülte Tote auf der Insel bestattet haben. Archäologisch gesichert ist diese dramatische Deutung nicht, als örtliche Erinnerung gehört sie jedoch zur Kulturgeschichte des Ortes.

Restaurants und Hotels in der Nähe