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Drage – Marina Drage

Liegeplätze und Versorgung der Marina Drage

Die Marina Drage liegt in der Bucht Dugovača südlich des Ortszentrums von Drage. Sie wurde im Juni 2024 eröffnet und gehört damit zu den jüngsten Marinas der Region. Der Betreiber weist 200 Wasserliegeplätze mit Fingerstegen für Schiffe bis 30 Meter Länge aus. Die Mindestwassertiefe im Hafen wird mit drei Metern angegeben.

Jeder Liegeplatz besitzt einen Anschluss für Trinkwasser und Strom. Je nach Platz stehen elektrische Anschlüsse zwischen 12 und 120 Ampere zur Verfügung. Die Rezeption ist rund um die Uhr besetzt. Sanitäranlagen umfassen getrennte Toiletten und Duschen für Frauen und Männer, Familienräume sowie barrierefrei zugängliche Einheiten.

Für die Lagerung an Land sind Plätze für 40 Boote ausgewiesen. Ein Travellift mit 75 Tonnen Tragfähigkeit übernimmt das Aus- und Einwassern; die veröffentlichte Serviceliste nennt außerdem Hochdruckreinigung, Schleppen innerhalb der Marina und Trockenlagerung. Weitergehende mechanische oder elektrische Werkstattleistungen müssen gesondert geklärt werden.

Zum Gelände gehören kostenpflichtige Parkplätze, WLAN, Restaurant, Bar, offener Grill, Swimmingpool und Lebensmittelgeschäft. Der Liegeplatzpreis schließt je nach Vertragsart die reguläre Nutzung von Wasser, Strom und Sanitäranlagen ein; genaue Verbrauchsgrenzen ergeben sich aus dem aktuellen Tarif.

Eine Tankstelle für Boote wird in der aktuellen Ausstattungsliste der Marina nicht genannt. Die gewöhnliche Straßentankstelle im weiteren Ortsgebiet ist kein Ersatz für eine Zapfsäule am Wasser. Vor der Anreise sollten deshalb die nächste erreichbare Bootstankstelle, ihre Öffnungszeiten und die angebotenen Kraftstoffsorten geprüft werden.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Drage zwischen Nachtfischerei und Vransko jezero

Die Lichter der Nachtfischer

Drage war lange ein kleiner Ort von Fischern und Landwirten. Eine besondere Form der Fischerei waren die nächtlichen Fahrten der svićari. Sie nutzten starke Lampen, die als bumbete bezeichnet werden, um Fischschwärme im dunklen Wasser zu sammeln. Die beleuchteten Boote wurden zu einem charakteristischen Bild der Bucht.

Die Tradition lebt heute nicht nur in Erinnerungen fort. Bei der Veranstaltung Dragarske bumbete werden die Lampen, alte Arbeitsweisen, lokale Fischgerichte und dalmatinischer Gesang miteinander verbunden. Damit besitzt Drage ein klar benennbares kulturelles Merkmal, das sich von der allgemeinen Küstenfolklore der Region unterscheidet.

Ein See hinter dem Küstenrücken

Nur etwa einen Kilometer landeinwärts liegt der Vransko jezero, der flächenmäßig größte natürliche See Kroatiens. Zwischen See und Adriaküste verläuft lediglich ein schmaler Kalksteinrücken. Obwohl sein Wasser durch Karstquellen gespeist wird, steht das System über den künstlich angelegten Prosika-Kanal mit dem Meer in Verbindung; dadurch kann der Salzgehalt schwanken.

Im 18. Jahrhundert wurden große Teile des damaligen Sumpflands durch Entwässerungskanäle und den Durchstich zur Küste trockengelegt. Das verbliebene Feuchtgebiet am nordwestlichen Seeufer ist heute ornithologisches Reservat und bewahrt einen Rest dieser früher wesentlich größeren Landschaft.

Schilf als Brut- und Rastgebiet

Nach Angaben des Naturparks nutzen 102 Vogelarten das Reservat während der Brutzeit. Ausgedehnte Schilfflächen bieten geschützte Nistplätze, während flache Wasserzonen Nahrung liefern. Zusätzlich liegt der See an einer wichtigen Zugroute über die östliche Adria. Beobachtungseinrichtungen bei Crkvine und Prosika erschließen diese Landschaft, ohne dass ihr ökologischer Wert auf ein einzelnes Aussichtsmotiv reduziert wird.

Restaurants und Hotels in der Nähe