Yachtcharter Kapverden – Segeln in Jenseits von Afrika
Der Wind füllt die Segel, der Atlantik gibt den Rhythmus vor. Ein Segeltörn in Kapverden - karge Vulkaninseln, markante Küsten, und viel Raum für einen Törn mit Charakter. Wer hier die Leinen löst, sucht Seemeilen, Salz auf der Haut und das gute Gefühl, sich den nächsten Hafen gut angekommen zu sein.
Westlich von Afrika zeigt sich eine Inselwelt, die mit wenig auskommt und viel hinterlässt. Sonne, Wind, dunkler Fels und weiße oder graue Dünen prägen die Landschaft. Dazwischen warten Hafenorte mit kreolischem Lebensgefühl. Ein Törn für alle, die ihren Kurs gern ein wenig abseits des Gewohnten setzen.
Impressionen
Der Inselwelt im und unterm Wind
Die Kapverden-Inseln werden in zwei Gruppen unterteilt - Ilhas do Barlavento und Ilhas do Sotavento, "im Wind" und "unterm Wind". Im Norden sind sie nach Heiligen benannt. Santo Antão, São Vicente und São Nicolau, vielleicht weil sie noch ein Stück weiter im Atlantik draußen liegen und etwas mehr vom Regen abbekommen. Diese Inseln sind auch unter dem Namen "Agrar-Inseln" bekannt.
Die Inseln im Nordwesten sind jung-vulkanisch und ziemlich hochgebirgig, die östlichen älter und flacher.
Mindelo auf São Vicente liegt an der zweitschönsten Bucht der Welt - die schönste soll die von Rio sein. Angeblich wird in Mindelo im Februar auch der zweitwildeste Karneval gefeiert.
Abgesehen von den Portugiesen, den einstigen Kolonialherren der heute unabhängigen parlamentarischen Demokratie, kommen die meisten Besucher der Kapverden aus Italien, Frankreich und Deutschland. Viele von ihnen bleiben gleich auf Sal - wo es den größten Flughafen gibt. Sie suchen genau das, was Sal in Hülle und Fülle hat: endlose Strände, kräftigen Wind und eine erhabene Dünung. Vor allem von November bis Juni, wenn die Insel zwischen Nordost-Passat und Harmattan stöhnt, wird Sal zum Eldorado für Surfer und Wellenreiter. Dies ist auch die beste Zeit für Segler, die eine gehörige Portion Abenteuerlust eines "Indiana Jones" im Blut haben sollten, wenn sie auf den Kapverden zu einem Entdeckertörn die Leinen loswerfen.
Santiago, die größte mit der Inselhauptstadt Praia, florierte zu Zeiten des Sklavenhandels als Umschlagplatz auf dem Weg nach Amerika. Die Abschaffung der Sklaverei machte das Geschäft kaputt und die Station ging bankrott.
Nur 30 Seemeilen vom Pico de Fogo entfernt liegt Praia, die Hauptstadt des Archipels, an der Südküste von Santiago. Ungehorsam in Praia bestraften die Portugiesen mit Exil auf Fogo - kaum jemand konnte sich etwas Schlimmeres vorstellen.
Fogo - was nach Feuer schmeckt - besteht vor allem aus einem Vulkan, dem 2.829 m hohen Pico de Fogo mit dem letzten Ausbruch in 1995. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts hat der Inselberg -mal Feuer gespuckt, glühende Steine ins Meer gehustet und Nächte rot gefärbt.
An Fogos Westküste liegt das Städtchen São Filipe. Bunt auf schwarzem Sand errichtet, schützt es die letzten Herrschaftshäuser vor dem Einsturz, deren Architektur der kolonialen Gesellschaft nachempfunden war - oben die Weißen, im Erdgeschoss die von ihnen in die Welt gesetzten kakaobraunen Mulatten, im Keller die schwarzen Sklaven.
Dafür erlebte Boa Vista, die östlichste Insel, einen Höhenflug mit dem Handel aus den natürlichen Salzsalinen. Auf den anderen Inseln machte man ebenfalls gute Geschäfte. Unzählige Schiffe strandeten an ihren Küsten und Riffen, angeblich weil ungenaue Seekarten und eine geologische Störung des Magnetfeldes die Navigationsinstrumente täuschten.
Hartnäckig geleugnet wird von den Einheimischen das Gerücht, wonach ihre Vorfahren Laternen an die Schwänze ihrer Esel banden und sie nachts am Strand auf und ab führten. Strandete ein Schiff, wurde es bis auf den letzten Nagel geplündert. Solche Ereignisse nannte man moia - Überfluss.
Die Inseln im Süden, Maio und Sal, sind Wüsten aus Salz und Sand. Auf Brava, einer der wildesten im Süden, fühlen sich vor allem Blumen wohl. Heerscharen von Hibiscus und anderen südländischen Blütenräuschen wuchern hier allerorts. Die Menschen dagegen sind fast alle ausgewandert. Unbewohnt sind Santa Luzia, Branco und Razo barlavento und die Gruppe Ilhéus Secos sotavento.
Wind- und Wetterverhältnisse auf den Kapverden
Warme Luft, Atlantik und Wind in den Segeln - die Kapverden bieten ein Revier für alle, die ihren Yachturlaub aktiv gestalten möchten. Der Ozean mildert die Temperaturen, sodass es das ganze Jahr über angenehm warm bleibt. Auch das Meer lädt zum Baden ein; die Wassertemperaturen liegen ungefähr zwischen 21 °C im Spätwinter und 25 °C im Frühherbst.
Von November bis Juni prägt vor allem der Nordostpassat das Wetter. Für Ihre Yachtcharter ab Sal bedeutet das häufig ausgedehnte Segelstrecken mit beständigem Wind. Zwischen den Inseln können jedoch anspruchsvolle Bedingungen entstehen – eine gute Vorbereitung und eine aufmerksame Segelcrew gehören deshalb dazu. Von Juli bis Oktober lässt der Passateinfluss meist nach. In diese Zeit fällt auch die niederschlagsreichere Phase des Jahres.
Tropische Stürme können die Inseln erreichen; aktuelle Wetterberichte sind zu jeder Jahreszeit Teil der Törnplanung.
Gezeiten und Strömungen im Blick
Bei einer Segeltörn zählt neben der Windvorhersage auch der Blick auf die Wasserbewegung. Strömungen können Kurs, Fahrt und Ankunftszeit beeinflussen. Für Passagen zwischen den Inseln sind deshalb aktuelle Seekarten, Gezeitenangaben und örtliche Revierinformationen entscheidend.
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