Palermo – Marina Si.Ti.Mar - La Cala
Liegeplätze und Versorgung in Palermos La Cala
La Cala ist das historische Hafenbecken am Rand der Palermitaner Altstadt und beherbergt mehrere Stegkonzessionen. Der alte Datensatzname „Sitimar“ lässt sich nicht zweifelsfrei einem aktuellen Betreiber zuordnen. Nautica Fratelli Galizzi ist ein nachweislich aktiver Betrieb im Becken, seine Leistungen gelten aber nur für dessen Plätze. Betreiber und Reservierung müssen eindeutig bestätigt werden.
Bei Galizzi stehen Wasser und Strom am Steg bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst überwacht zugängliche Toiletten und Duschen; WLAN, Videoüberwachung, Nachtwache und Anlegehilfe werden angeboten. Anschlusswerte, Abrechnung und Verfügbarkeit richten sich nach dem Platz. Andere Pontons in La Cala können abweichende Bedingungen haben.
Der Betreiber nennt Benzinversorgung, veröffentlicht auf der aktuellen Übersicht jedoch keine eindeutigen Sorten, Abgabestelle und Öffnungszeiten. Die Tankstelle beziehungsweise Lieferung muss deshalb vorab bestätigt werden. Verfahren für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie Altöl, Batterien und andere technische Abfälle sind ebenfalls anzumelden.
Mechanische, elektrische und Segelmacherarbeiten werden vermittelt. Eigener Travelift, Kran und Landlager mit verbindlicher Traglast sind in der öffentlichen Serviceübersicht nicht genannt. Jeder Hub benötigt einen gesonderten Werftauftrag. La Cala grenzt direkt an Promenade und Innenstadt; Arbeits-, Liefer- und Parkflächen sind entsprechend begrenzt.
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La Cala: Palermos ältester Hafen zwischen Puniern, Arabern und Stadterneuerung
Die natürliche Einbuchtung war Keimzelle Panormos
Phönizische Siedler nutzten die geschützte Bucht und die beiden Wasserläufe Kemonia und Papireto. Der griechische Name Panormos, „ganz Hafen“, verweist auf die günstige maritime Lage.
Über Jahrhunderte verschoben Sedimente und Stadtausbau die Uferlinie. La Cala ist der verkleinerte Rest dieses älteren Hafenraums, nicht ein unverändert erhaltenes antikes Becken.
Arabische und normannische Herrschaft formten die Hafenstadt
Unter muslimischer Herrschaft wurde Palermo ab dem 9. Jahrhundert Hauptstadt Siziliens. Märkte, Handwerk, Bewässerung und Handel verbanden den Hafen mit Nordafrika und dem östlichen Mittelmeer.
Die Normannen übernahmen 1072 eine multikulturelle Metropole. Arabische, byzantinische und lateinische Bautraditionen verbanden sich in Palästen und Kirchen, die heute zum UNESCO-Welterbe des arabisch-normannischen Palermo gehören.
Das Hafenbecken wurde wieder Teil des öffentlichen Stadtraums
Mit dem Ausbau des modernen Handelshafens verlagerte sich großer Schiffsverkehr nach Norden. La Cala diente Fischerei und kleineren Booten; Straßen und Hafenanlagen trennten das Becken zeitweise stark von der Altstadt.
Promenade, Grünflächen und restaurierte Ufer machten den historischen Hafen wieder öffentlich zugänglich. Marina-Stege liegen heute vor den Quartieren Kalsa und Castellammare—mitten in einer Stadtlandschaft, die ihre maritime Entstehung wieder sichtbar macht.