Skopelos – Port Loutraki / Glossa
Liegeplätze und Grundversorgung im Hafen Loutraki
Loutraki ist der Hafen des oberhalb am Hang liegenden Ortes Glossa und wird von Fähren, Fischerbooten und Sportbooten genutzt. Die Fahrwasser- und Kaibereiche für die Linienverbindungen müssen frei bleiben. Eine aktuelle öffentliche Liste von Gastplätzen, Bootslängen und Tiefgängen fehlt; Zuweisung und Liegebedingungen sind mit dem kommunalen Hafenfonds zu klären.
Wasser und Strom sind nicht als verlässlich verfügbare Anschlüsse an jedem Sportbootplatz dokumentiert. Auch ein eigener Sanitärbereich mit jederzeit zugänglichen Toiletten und Duschen wird in den offiziellen Ortsbeschreibungen nicht zugesichert. Anschlüsse und Zugang müssen daher ausdrücklich bestätigt werden; eine grundlegende Versorgung befindet sich in Loutraki, weitere Angebote liegen im steil oberhalb gelegenen Glossa.
Eine feste Tankstelle für Yachten am Hafen ist nicht offiziell belegt. Kraftstoff muss gegebenenfalls an Land oder über einen zugelassenen Lieferanten organisiert werden; wegen des Fährverkehrs sind Übergabeort und Zeitpunkt mit der Hafenstelle abzustimmen. Hausmüll gehört nur in gekennzeichnete Behälter, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser zu bestätigten Fachannahmen.
Travelift, Kran, Helling, Werftbetrieb und gesichertes Landlager sind nicht als reguläre Hafenleistung veröffentlicht. Einrichtungen der Fischerei oder der Fähren dürfen nicht als Yachtservice vorausgesetzt werden. Reparaturen, Hebearbeiten, längere Liegezeiten und Parkplätze erfordern eine individuelle Absprache; die Straße nach Glossa steigt unmittelbar hinter der Küste stark an.
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Loutraki und Glossa: antikes Selinous unter dem „hohen Dorf“
Unter dem heutigen Hafen liegt die antike Stadt Selinous
Selinous war eine von drei antiken Städten auf Skopelos, das damals Peparithos hieß. Wahrscheinlich gründeten Siedler aus Chalkis den Ort im 8. Jahrhundert vor Christus. Auf dem Hügel Palaiokastro sind Reste der klassischzeitlichen Befestigung erhalten.
Während der römischen Kaiserzeit erlebte Selinous eine neue Blüte. Inschriften, Skulpturen, Reliefs und importierte Sarkophage zeugen von wohlhabenden Einwohnern und einem in den Seehandel eingebundenen Küstenort.
Römische Bäder gaben Loutraki vermutlich seinen Namen
Am südöstlichen Rand des Hafens wurden Reste eines römischen Badekomplexes oder einer luxuriösen Küstenvilla gefunden. Teile des Mosaikbodens liegen heute nahe beziehungsweise unter dem Meeresspiegel. Der moderne Name Loutraki wird meist von diesen Bädern abgeleitet.
Antike Baureste stehen zwischen neueren Gebäuden und sind kein geschlossenes Freilichtmuseum. Gerade diese Überlagerung zeigt, dass der günstige Hafenplatz über viele Jahrhunderte wiederholt genutzt wurde.
Glossa steht wie ein Balkon über dem Hafen
Das Dorf Glossa zieht sich rund 200 bis 300 Meter über Loutraki den Hang hinauf. Steile Gassen, Häuser mit Holzbalkonen und die Aussicht über die nördlichen Sporaden prägten seinen Beinamen „hohes Dorf“, den auch der Schriftsteller Alexandros Papadiamantis aufgriff.
In der Umgebung stehen befestigte antike Bauernhäuser und Reste einer frühchristlichen Basilika. Zuwanderer aus Thessalien, Makedonien, Euböa und Chalkidiki kamen während und nach der griechischen Revolution hinzu und erweiterten die Bevölkerungsgeschichte des Ortes.