Kavala – Port Kavala
Liegeplätze und Versorgung im Hafen Apostolos Pavlos in Kavala
Der zentrale Hafen Apostolos Pavlos bedient Fähren, Kreuzfahrtschiffe, Fischerei, Wassersport und Yachten. Der Betreiber nennt an schwimmenden Anlagen 160 Plätze für Yachten bis 12 Meter sowie zehn Plätze für größere Yachten; saisonale Aufenthalte sind grundsätzlich bis 60 Tage vorgesehen. Der konkrete Platz, Tiefgang und aktuelle Betriebszustand müssen bestätigt werden.
Wasser und Strom mit 220 Volt stehen laut Hafenreglement an den Liegeplätzen zur Verfügung. Ein eigener Sanitärblock mit garantiert zugänglichen Toiletten und Duschen wird auf der aktuellen Marinaübersicht nicht als Inklusivleistung genannt. Die gesamte städtische Versorgung liegt direkt hinter der Uferfront.
Eine feste Tankstelle besteht am Schwimmsteg nicht; Kraftstoff wird nach Reglement per Tankwagen bereitgestellt. Termin, Fahrzeugzufahrt und Übergabepunkt sind mit der Verwaltung abzustimmen. Hausmüll gehört in ausgewiesene Behälter. Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen ausschließlich über bestätigte Fachannahmen entsorgt werden.
Travelift, Kran, Helling, Werft und gesichertes Landlager gehören nicht zur veröffentlichten Standardleistung der Schwimmstege. Gewerbliche Hafenkrane sind kein frei verfügbarer Yachtservice. Technische Arbeiten und Hebevorgänge benötigen eine separate Vereinbarung mit einem zugelassenen Betrieb; Parkraum an der Stadtfront ist begrenzt.
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Kavala: antikes Neapolis, osmanische Wasserstadt und Zentrum des Tabakhandels
Neapolis verband Philippi mit der Ägäis
Kolonisten von Thasos gründeten den Hafen im späten 7. Jahrhundert vor Christus. Als Neapolis diente er der nahen Stadt Philippi und den rohstoffreichen Gebieten am Pangaion. Im Jahr 49 oder 50 nach Christus landete hier der Apostel Paulus auf seinem Weg nach Philippi.
Die spätere christliche Tradition gab dem heutigen Hafen seinen Namen. Antikes Neapolis, byzantinisches Christoupolis und modernes Kavala liegen am selben Küstenhügel, sind aber keine unveränderte Stadt aus einer einzigen Epoche.
Kamares und Imaret prägen die osmanische Stadt
Das große Bogenbauwerk Kamares führte Wasser zur befestigten Halbinsel Panagia. Seine heutige Form entstand wesentlich im 16. Jahrhundert und versorgte die Stadt bis in die Neuzeit. Es ist daher genauer ein osmanisches Aquädukt auf älteren Trassen als ein vollständig erhaltener römischer Bau.
Mehmet Ali, der spätere Herrscher Ägyptens, wurde in Kavala geboren. Er ließ zwischen 1817 und 1821 das Imaret als Bildungs- und Wohlfahrtskomplex errichten. Gebäude, Burg und enge Gassen machen die Halbinsel zu einem vielschichtigen Stadtteil.
Tabak machte Kavala zu einer internationalen Handelsstadt
Vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war Kavala eines der wichtigsten Zentren für Verarbeitung und Export orientalischen Tabaks. Große Lagerhäuser, Handelshäuser und Arbeiterquartiere wuchsen hinter dem Hafen.
Die Branche zog Menschen verschiedener Religionen und Sprachen an, führte aber auch zu harten Arbeitsbedingungen und organisierten Streiks. Das Tabakmuseum dokumentiert Anbau, Sortierung, Handel und Arbeitsgeschichte. Nach dem Niedergang blieben zahlreiche Speicher als prägende Industriebauten zurück.