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Kotor – Marina Kotor

Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Kotor

Die Marina Kotor liegt unmittelbar vor dem westlichen Tor der ummauerten Altstadt und ist Teil des Kreuzfahrt- und Stadthafens. Der Betreiber nennt insgesamt 173 Liegeplätze: 40 sind lokalen Nutzern vorbehalten, die übrigen dienen Transit- und Dauerliegern. Sechs Plätze sind für Schiffe bis 50 Meter, weitere abgestuft bis 25, 15, 12, 10 und acht Meter ausgewiesen. Zusätzlich bestehen 30 kommerzielle Plätze in der Park-Marina.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen zur Verfügung. Die Stromanschlüsse reichen laut Hafen von 16 bis 125 Ampere; beim Wasser ist eine begrenzte Tagesmenge im Liegepreis enthalten. Schnelles Internet, Marinarezeption, Gepäcktransport mit Elektrofahrzeug sowie Sicherheitsdienst und Videoüberwachung rund um die Uhr werden angeboten. Eine eigene Sanitär-Anlage mit Duschen und Toiletten nennt die aktuelle Leistungsübersicht nicht, daher ist deren Zugang vor der Buchung zu klären.

Eine Tankstelle befindet sich im Hafenbereich. Kraftstoff kann nach Betreiberangabe jedoch nur abgegeben werden, wenn kein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt. Die Verfügbarkeit hängt damit vom laufenden Hafenbetrieb ab; Zeitfenster, Kraftstoffart, zulässiger Tiefgang und Anlegemanöver sind vorab direkt mit dem Hafen abzustimmen.

Die Marina veröffentlicht keinen Kran, Travellift und keine Werftleistungen für Yachten. Technische Arbeiten und ein Landlager müssen mit Betrieben an anderen Standorten in der Bucht organisiert werden. Der Stadthafen ist außerdem ein intensiv genutzter Verkehrsraum, in dem Kreuzfahrtschiffe, Tender, Ausflugsboote und Yachten zusammentreffen; den Anweisungen der Hafenleitung ist deshalb besonders genau zu folgen.

Direkt unter der Stadtmauer befindet sich ein seit mehr als hundert Jahren an diesem Ort betriebener Markt mit Obst, Gemüse und weiteren Lebensmitteln. Restaurants, Geschäfte, Banken und Apotheken liegen innerhalb weniger Gehminuten. Eigene Marinaparkplätze gibt es nicht; verfügbar sind öffentliche städtische Stellflächen in unmittelbarer Umgebung.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Kotor: Seestadt unter einer Festung am Berg

Die Stadtmauer steigt vom Hafen bis zur Festung San Giovanni

Kotors Befestigung endet nicht am Rand der Altstadt. Mauern und Treppen ziehen sich vom Meer steil über den Hang des Berges Sveti Ivan bis zur Festung San Giovanni. Das System verbindet Stadttore, Bastionen und Höhenbefestigung zu einer Anlage, die den natürlichen Hafen und den Landzugang kontrollierte.

Das Seetor gegenüber der Marina erhielt seine heutige Gestalt in venezianischer Zeit. Dahinter öffnet sich der Waffenplatz mit Uhrturm, Palästen und schmalen Gassen. Kotor gehörte über Jahrhunderte zur venezianischen Albania Veneta; venezianische Bauformen stehen hier neben älteren romanischen und späteren barocken Gebäuden.

Die Kathedrale des heiligen Tryphon stammt aus dem 12. Jahrhundert

Die katholische Kathedrale wurde 1166 geweiht und ist dem Stadtpatron Tryphon gewidmet. Mehrere Erdbeben führten zu Umbauten, sodass romanische Grundsubstanz, barocke Türme und jüngere Restaurierungen zusammenkommen. Ihr Reliquienschatz und die sogenannte Sacrarium-Sammlung dokumentieren Kotors Bedeutung als Bischofssitz und Seestadt.

Auch die orthodoxe Nikolauskirche, die kleine Lukaskirche von 1195 und zahlreiche Stadtpaläste liegen innerhalb des engen Mauerrings. Im ehemaligen Grgurina-Palast zeigt das Schifffahrtsmuseum Modelle, Karten, Waffen und Erinnerungsstücke aus der Geschichte der Bucht. Sie verweisen auf Reeder- und Kapitänsfamilien, deren Handel die Architektur der Stadt mitfinanzierte.

Das Welterbe umfasst Stadt, Bucht und Kulturlandschaft

UNESCO führt Kotor nicht nur wegen einzelner Gebäude. Die Welterbestätte verbindet befestigte Städte, offene Siedlungen, Paläste und Klöster mit den terrassierten Hängen und den steil aufragenden Bergen der inneren Bucht. Der Naturhafen war im Mittelalter zugleich Handelsplatz und Zentrum bekannter Steinmetz- und Ikonenmalerschulen.

Das schwere Erdbeben von 1979 beschädigte Kirchen, Mauern und einen großen Teil der historischen Bausubstanz. Kotor wurde im selben Jahr in die Welterbeliste und zunächst auch in die Liste des gefährdeten Erbes aufgenommen. Die anschließende Restaurierung erfolgte mit internationaler Unterstützung. Dass die Altstadt heute geschlossen erscheint, ist deshalb auch das Ergebnis jahrzehntelanger Denkmalpflege nach dieser Katastrophe.

Restaurants und Hotels in der Nähe