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Bar – Barska Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Bar

Die Marina Bar liegt an der Ostseite des großen Handels- und Fährhafens von Bar. Der aktuelle Betreiber nennt 660 Wasserliegeplätze und 250 Trockenplätze. Je nach Bereich können Yachten bis 40 beziehungsweise 45 Meter Länge aufgenommen werden. Für größere Einheiten und Gastplätze ist eine direkte Reservierungsbestätigung erforderlich.

Aktuelle Hafenverzeichnisse führen bis zu fünf Meter Tiefgang, doch dieser Wert gilt nicht automatisch an jedem Steg. Der konkrete Platz ist nach Länge, Breite, Tiefgang und Manövrierraum zuzuweisen. Der Außenhafen ist durch lange Wellenbrecher geschützt; starke Bora kann im Raum Bar dennoch auftreten. Hafenamt und Grenzübergang liegen im Hafengebiet.

An den Stegen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Der Betreiber veröffentlicht keine vollständige aktuelle Übersicht zu Spannung und Amperewerten an jedem Platz. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören Toiletten und Duschen; WLAN und Sicherheitsdienst werden ebenfalls geführt. Vor allem bei längerer Belegung sollte die Ausstattung des vorgesehenen Stegs bestätigt werden.

Eine Tankstelle befindet sich am Kopf des Wellenbrechers nahe der Marinaeinfahrt. Diesel, Benzin, Öffnungszeiten und Zugang müssen aktuell erfragt werden, da sie auch vom Hafenbetrieb abhängen. Der Yachtservice bietet Reparaturen und einen Kran beziehungsweise Travellift mit bis zu 100 Tonnen. Trockenliegeplätze stehen auf dem Gelände zur Verfügung; Abmessungen und Hubpunkte müssen technisch vorab geprüft werden.

Die Marina liegt direkt an Promenade, Stadtstrand und modernem Zentrum. Geschäfte, Restaurants, Banken, Bahnhof und weitere Versorgung befinden sich in kurzer Entfernung. Der benachbarte Handelshafen ist ein eigener Betriebsbereich; Liegeplatzgäste müssen dessen Sicherheits- und Grenzregelungen beachten.

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Anreise und Einkaufen

Bar: mittelalterliche Bergstadt und moderner Adriahafen

Stari Bar liegt vier Kilometer vom heutigen Hafen entfernt

Die historische Stadt entstand nicht an der offenen Küste, sondern auf einem befestigten Hügel am Fuß des Rumija-Gebirges. Von dort ließ sich der Zugang vom Meer und aus dem Hinterland kontrollieren. Mauern, Tore, Kirchen, Moscheen und ein Aquädukt dokumentieren byzantinische, slawische, venezianische und osmanische Herrschaftsphasen.

Das heutige Bar entwickelte sich dagegen in der flachen Küstenzone. Nach dem schweren Erdbeben von 1979 wurde Novi Bar mit breiten Straßen und moderner Bebauung weiter ausgebaut. Dadurch liegen mittelalterliche Ruinenstadt und wichtigster Güterhafen Montenegros räumlich getrennt.

Oliven prägen die Landschaft seit Jahrhunderten

Zwischen Küste und Stari Bar ziehen sich große Olivenhaine. In Mirovica steht die Stara Maslina, ein als Naturdenkmal geschützter alter Olivenbaum. Touristische und staatliche Quellen schreiben ihm ein Alter von mehr als 2.000 Jahren zu.

Die lange Tradition zeigt sich nicht nur an einzelnen Bäumen. Terrassen, Trockenmauern und Ölmühlen gehören zur Kulturlandschaft südlich von Bar. Olivenöl blieb ein lokales Produkt, während der moderne Hafen ganz andere Warenströme zwischen Adria und Balkan abwickelt.

Hafen und Eisenbahn verbanden Montenegro mit dem Hinterland

Bar erhielt nach der Loslösung vom Osmanischen Reich im späten 19. Jahrhundert neue strategische Bedeutung. Der heutige Hafen ist Montenegros größter Seehandelshafen. Die Bahnlinie Bar–Belgrad verbindet ihn über Gebirge und Täler mit dem Binnenland und machte die Küste zu einem wichtigen Umschlagspunkt.

Nördlich des Hafens steht die 1885 errichtete Sommerresidenz König Nikolas. Das Gebäude beherbergt heute Museum und Galerie. Zwischen Königspalast, Promenade, Marina, Güterkai und Stari Bar lässt sich die Stadtentwicklung deshalb ungewöhnlich klar ablesen: Herrschaftssitz, alter Festungsort und moderner Verkehrshafen bilden drei getrennte historische Schichten.

Restaurants und Hotels in der Nähe