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Pula – ACI Marina

Stadtliegeplätze und Versorgung in der ACI Marina Pula

Die ACI Marina Pula liegt ganzjährig geöffnet an der Riva im inneren Stadthafen. Sie besitzt nach der aktuellen Betreiberübersicht 215 Wasserliegeplätze. Die Beckenlage hinter der Halbinsel und dem Wellenbrecher schützt den Hafen, doch im weitläufigen Hafen verkehren neben Yachten auch Arbeits-, Behörden- und größere Handelsschiffe. Die Platzzuweisung erfolgt durch die Marina.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen im Rahmen der technischen Kapazität zur Verfügung. Zur Marina gehören Toiletten und Duschen, barrierefreie Sanitäranlagen, kostenloses WLAN und Parkplätze. Das Hafenbüro, ein Geldautomat, eine Autovermietung sowie ein Geschäft für nautische Ausrüstung liegen auf beziehungsweise unmittelbar am Gelände.

Ein Restaurant befindet sich im Marinabereich; weitere Geschäfte und Gastronomie liegen entlang der Riva und im direkt anschließenden Stadtzentrum. Hafenmeisterei und Zoll sind in Pula vertreten, was für formelle Ein- und Ausklarierungen relevant sein kann. Zuständigkeit und Öffnungszeiten müssen vorab anhand der konkreten Route geprüft werden.

Eine Bootstankstelle mit Diesel und Benzin befindet sich am Hafen bei der Marina. Öffnungszeiten, angebotene Kraftstoffsorten und die Zufahrt sollten vor dem Tanken aktuell bestätigt werden. ACI weist für Pula keinen eigenen Travellift, Kran oder umfassenden technischen Betrieb aus. Reparaturen, Hebearbeiten und Winterlagerung sind deshalb nicht als Leistung des Liegeplatzes vorauszusetzen, sondern mit Betrieben im übrigen Hafen oder einer anderen Anlage zu vereinbaren.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Pula zwischen römischer Colonia und Marinearsenal

Die Arena am Stadthafen

Vom Liegeplatz ist das römische Amphitheater eines der auffälligsten Bauwerke der Stadt. Sein Bau begann unter Augustus im frühen 1. Jahrhundert; unter den flavischen Kaisern wurde es für bis zu 23.000 Zuschauer erweitert. Der Außenring aus istrischem Kalkstein erreicht 33 Meter Höhe. Unter der ehemaligen Kampffläche zeigt eine Ausstellung heute Geräte und Gefäße der antiken Olivenöl- und Weinproduktion.

Forum und Augustustempel

Das Forum blieb seit der Antike das städtische Zentrum. Von den dortigen Tempelbauten ist der zwischen 2 vor und 14 nach Christus errichtete Augustustempel vollständig erhalten. Er war Roma und Kaiser Augustus geweiht, diente später als Kirche und Kornspeicher und wurde nach schweren Kriegsschäden von 1945 bis 1947 rekonstruiert. Der rückwärtige Teil eines zweiten Tempels ist in das Rathaus einbezogen.

Vom Naturhafen zum kaiserlichen Arsenal

Die geschützte Bucht erhielt im 19. Jahrhundert eine neue strategische Bedeutung. 1853 erklärte die Habsburgermonarchie Pula zum Kriegshafen; 1856 legte Kaiserin Elisabeth den Grundstein für das Marinearsenal. Küsten wurden aufgeschüttet, Werkstätten, Docks, Kasernen und ein Marinehospital entstanden. Mit dem Ausbau wuchs Pula in wenigen Jahrzehnten von einer kleinen Stadt zu einem vielsprachigen Militär- und Industriezentrum.

Uljanik und die beleuchteten Kräne

Aus dem Arsenal entwickelte sich die Werft Uljanik, benannt nach der einst mit Olivenbäumen bewachsenen Hafeninsel. Die Anlage wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und danach wiederaufgebaut. Ihre großen Kräne wurden später als Lichtinstallation „Lighting Giants“ zu weithin sichtbaren Zeichen der industriellen Hafenlandschaft.

Tunnel unter der Stadt

Unter den Hügeln des Zentrums verläuft das Tunnelsystem Zerostrasse. Die Gänge wurden im Ersten Weltkrieg als Luftschutzräume, Lager- und Verbindungswege angelegt. Sie zeigen eine weitere Schicht der Festungsstadt, deren militärische Infrastruktur nicht nur an der Küste, sondern auch tief unter den Straßen ausgebaut wurde.

Restaurants und Hotels in der Nähe