Pomer – ACI-Marina Pomer
Liegeplätze, Versorgung und Service der ACI Marina Pomer
Die ACI Marina Pomer liegt im inneren, gut geschützten Teil der Meduliner Bucht und ist ganzjährig geöffnet. Nach den aktuellen Angaben des Betreibers besitzt sie 295 Wasserliegeplätze und 14 Trockenliegeplätze. Die Stege sind für unterschiedliche Bootsgrößen ausgelegt; den konkret geeigneten Platz und die dortige Wassertiefe weist die Marina zu.
An den Liegeplätzen stehen Trinkwasser und Strom zur Verfügung. Je nach Steg und Bootsgröße reichen die Anschlüsse von 16 bis 63 Ampere. Zur Grundversorgung gehören Sanitäranlagen mit Duschen, barrierefreie Einrichtungen, Wäscherei und WLAN. Eine Abpumpstation nimmt Fäkalientanks auf. Für Abfälle gibt es getrennte Sammelstellen.
Auf dem Gelände befinden sich Rezeption mit Geldwechsel, Geldautomat, Restaurant mit Terrasse, Pool und Poolbar. Ein Lebensmittelgeschäft arbeitet saisonal. Außerdem gibt es Bootsvermietung, Charteragentur, bewachte beziehungsweise automatisierte Zufahrten und Parkplätze. Trockenliegeplätze verfügen ebenfalls über Wasser und Strom; Lagerräume für Bootsausrüstung können nach Verfügbarkeit genutzt werden.
Der technische Betrieb übernimmt Wartungs- und Reparaturarbeiten. Ein Kran hebt Boote bis zehn Tonnen. Einen großen Travellift oder eine umfassende Werft für schwere Arbeiten weist ACI am Standort nicht aus; Umfang, Termine und zulässige Abmessungen müssen deshalb direkt mit dem Service abgestimmt werden.
In der Marina selbst gibt es keine Bootstankstelle. ACI nennt die nächste vom Wasser erreichbare Kraftstoffstation in etwa elf Seemeilen Entfernung. Standort, Öffnungszeiten und verfügbare Kraftstoffsorten sollten vor dem Auslaufen beziehungsweise vor einer Charterrückgabe aktuell geprüft werden.
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Anreise und Einkaufen
Supermärkte in der Nähe
Pomer zwischen römischem Gutshof und mittelalterlichen Fresken
Siedlungsspuren an der Meduliner Bucht
Pomer ist wesentlich älter als die heutige Marina. Auf der Anhöhe Kaštijun und auf der kleinen Insel vor dem Ort wurden vorgeschichtliche Keramik und weitere Siedlungsspuren gefunden. Am Kap Muntu, unmittelbar im Bereich der heutigen Bucht, lagen die Reste einer römischen Villa rustica. Solche Landgüter verbanden Landwirtschaft, Verarbeitung und den Transport über das Meer.
Pressen, Kirche und Kloster
Auf Sveti Andrija blieben Spuren antiker Pressanlagen erhalten. Sie gehören zu einer Wirtschaftslandschaft, in der Oliven oder Wein nicht nur angebaut, sondern vor Ort verarbeitet wurden. Eine frühchristliche Anlage bei Sveti Ivan entstand bereits im 5. Jahrhundert. Später entwickelte sich dort ein Benediktinerkloster, das 1115 schriftlich erwähnt wurde.
Entvölkerung und Neubesiedlung
Pest und andere Krisen entvölkerten den Ort im 14. und 15. Jahrhundert weitgehend. Im 16. Jahrhundert wurde Pomer neu besiedelt: 1561 kamen Familien aus dem Gebiet von Bologna, 1583 folgten Flüchtlinge aus dem Raum Zadar. Diese unterschiedlichen Herkunftsgruppen wurden Teil der istrischen Dorfbevölkerung unter venezianischer Herrschaft.
Die Fresken von Sveti Flor
Auf dem Friedhof steht die romanische Kirche des heiligen Florus. Im Inneren wurden drei übereinanderliegende Malschichten festgestellt. Die jüngste stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und zeigt Einflüsse aus Verona und Venedig; dargestellt sind unter anderem Christus auf dem Thron, die Gottesmutter, der heilige Florus und Engel. Der kleine Bau bewahrt damit mehrere Phasen mittelalterlicher Sakralkunst an einem Ort.
Fischerei und Muschelzucht
Die geschützte, nährstoffreiche Bucht diente lange der Fischerei und Muschelzucht. Pomer wurde besonders mit Austern und Miesmuscheln verbunden. Diese Nutzung erklärt, weshalb sich der historische Ort am inneren Ende der Bucht entwickelte: Das flache, ruhige Wasser war Arbeitsraum und Nahrungsquelle, lange bevor Freizeithäfen die Küste prägten.