Vela Luka – Marina Korkyra
Liegeplätze und Versorgung der Marina Korkyra
Die Marina Korkyra liegt im Ort Vela Luka am Ende einer rund 9,5 Kilometer tiefen Bucht auf der Westseite Korčulas. Der Betreiber weist 132 Wasserliegeplätze aus. Die Marinaordnung führt Dauer-, Monats- und Tages- beziehungsweise Transitliegeplätze; für die konkrete Zuweisung ist das Hafenpersonal zuständig.
An den Liegeplätzen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Im veröffentlichten Tarif sind der übliche Wasserverbrauch sowie Stromanschlüsse von 16 bis 125 Ampere enthalten. Auch WLAN gehört zum Liegeplatzangebot. Unterschiedliche Betreiberangaben nennen für aufnehmbare Schiffe 40 beziehungsweise bis zu 100 Meter Länge; außergewöhnlich große Yachten müssen ihre Abmessungen und den verfügbaren Platz deshalb individuell bestätigen lassen.
Toiletten und Duschen sind im Liegeplatzpreis enthalten. Die örtliche Tourismusorganisation berichtet außerdem über erneuerte Sanitäranlagen einschließlich einer barrierefreien Ausstattung. Waschmaschine und Trockner werden angeboten. Rezeption, Stegpersonal und Videoüberwachung gehören zum Betrieb; ein lizenzierter Taucher kann für Arbeiten unter Wasser angefragt werden.
Auf dem Gelände beziehungsweise unmittelbar daran befinden sich das Maris Restaurant & Bar, ein Souvenirgeschäft und ein Geschäft für Bootszubehör. Einen Kran, Travellift, Trockenliegeplätze oder eine vollwertige Reparaturwerft veröffentlicht der Betreiber nicht. Solche Leistungen dürfen daher nicht als reguläre Ausstattung der Marina vorausgesetzt werden.
Eine Tankstelle liegt nach der aktuellen Betreiberbeschreibung in der Nähe der Marina. Sie wird damit nicht eindeutig als eigene Zapfstelle innerhalb des Marinageländes ausgewiesen. Lage, Zufahrt vom Wasser, Öffnungszeiten und verfügbare Kraftstoffsorten sollten vor dem Tanken direkt geklärt werden.
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Vela Spila und das kulturelle Gedächtnis von Vela Luka
Eine Höhle mit tiefen Zeitschichten
Über der Bucht von Vela Luka liegt in etwa 130 Metern Höhe die Vela Spila. Ihre archäologischen Schichten belegen eine Nutzung seit ungefähr 20.000 v. Chr. Die Höhle diente verschiedenen Gemeinschaften als Wohnplatz und als Ort für Bestattungen. Keramik, Werkzeuge und weitere Funde dokumentieren Verbindungen zu anderen Teilen der Adria und des Mittelmeerraums.
Auch aus späteren Epochen sind Spuren erhalten. Funde weisen auf eine Nutzung in Kupfer- und Eisenzeit sowie in griechischer, römischer und byzantinischer Zeit hin. Ein Teil des Materials wird in der archäologischen Sammlung des Kulturzentrums von Vela Luka gezeigt.
Sammlungen im Kulturzentrum
Das Kulturzentrum neben der Pfarrkirche des heiligen Josef vereint Museum, Galerie und Bibliothek. Neben der archäologischen Sammlung besitzt es eine internationale Sammlung von Zeichnungen, Grafiken und Kleinplastiken. Sie entstand aus Schenkungen kroatischer und ausländischer Künstler nach einer Flutwelle im Jahr 1978. Zwei Arbeiten von Henry Moore gehören zu ihren bekanntesten Stücken.
Eine weitere Sammlung umfasst 41 Schiffsmodelle, die der autodidaktische Holzschnitzer Nedjeljko Gugić Kotarac aus Olivenholz fertigte. Im Atrium und an mehreren Stellen im Ortszentrum sind zudem Teile der Mosaiken zu sehen, die 1968 während eines internationalen Künstlertreffens entstanden. Archäologie, bildende Kunst und Schiffsmodelle verbinden die lange Geschichte der Bucht mit der jüngeren kulturellen Identität des Ortes.