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Lumbarda – Marina Lumbarda

Liegeplätze und Versorgung der Marina Lumbarda

Die Marina Lumbarda liegt unmittelbar am Ort Lumbarda an der Ostseite der Insel Korčula. Die Gemeinde nennt für die Anlage 115 Liegeplätze. Nach einem umfassenden Umbau erhielt die Marina im Mai 2026 ihre rechtskräftige Nutzungsgenehmigung; die erneuerten Hafenbereiche dürfen damit regulär betrieben werden.

Im Zuge der Arbeiten wurden die Molen und Stege verstärkt, die Wasserleitungen erneuert und eine Hydrantenanlage eingebaut. Neue Strominstallationen und Versorgungssäulen stellen Wasser und Strom an den Liegeplätzen bereit. Der aktuelle kommunale Projektstand beschreibt außerdem eine erneuerte Beleuchtung und weitere technische Infrastruktur im Hafen.

Das Sanitärgebäude wurde vollständig renoviert. Toiletten und Duschen sowie barrierefrei nutzbare Sanitäranlagen gehören zur neuen Ausstattung. Auch die Rezeption und zugehörige Betriebsräume wurden hergerichtet. Welche ergänzenden Angebote tatsächlich geöffnet sind, sollte direkt bei der Marina geprüft werden, da die endgültige Betriebsgenehmigung erst 2026 erteilt wurde.

Eine eigene Werkstatt, einen Kran oder Travellift weist die Gemeinde in der veröffentlichten Beschreibung des modernisierten Hafens nicht aus. Solche Arbeiten dürfen daher nicht als Leistung vor Ort vorausgesetzt werden. Dasselbe gilt für frühere Angaben zu Stellplätzen an Land, WLAN, Geldautomat, Restaurant oder Geschäft, solange der aktuelle Betreiber sie nicht verbindlich bestätigt.

Eine Tankstelle für Boote ist in den aktuellen offiziellen Angaben zur Marina nicht aufgeführt. Vor der Anreise sollte deshalb geklärt werden, wo sich die nächste tatsächlich geöffnete Bootstankstelle befindet und welche Kraftstoffsorten dort erhältlich sind.

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Lumbarda zwischen griechischer Kolonie und Bildhauerkunst

Die Psephisma vom Hügel Koludrt

In den Resten einer antiken Zisterne auf dem Hügel Koludrt wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine beschriftete Kalksteinplatte entdeckt. Die Psephisma von Lumbarda stammt aus dem frühen 3. Jahrhundert v. Chr. und dokumentiert die Gründung einer griechischen Siedlung. Ihr Text regelt die Aufteilung von Haus- und Ackerland und nennt die ersten Grundstücksinhaber. Rund 180 Namen sind erhalten; ursprünglich könnten es deutlich mehr gewesen sein.

Die Kolonisten kamen aus Issa, dem heutigen Vis. Nach der Inschrift schlossen sie mit den einheimischen Illyrern Pylos und dessen Sohn Dazos eine Vereinbarung über das Land. Damit ist die Platte nicht nur ein lokales Denkmal, sondern eine seltene schriftliche Quelle darüber, wie eine griechische Kolonie rechtlich organisiert wurde. Das Original wird im Archäologischen Museum Zagreb verwahrt; Funde aus der zugehörigen Nekropole befinden sich im Stadtmuseum von Korčula.

Sandige Felder und die Rebsorte Grk

Hinter der Küste liegen ungewöhnlich sandige Felder, auf denen die weiße Rebsorte Grk kultiviert wird. Sie ist eng mit Lumbarda verbunden und unterscheidet sich auch biologisch von vielen anderen Sorten: Ihre Blüten sind funktionell weiblich, weshalb in den Weinbergen andere Reben als Bestäuber stehen müssen. Trockenmauern, kleine Wirtschaftsgebäude und die niedrig gehaltenen Rebstöcke prägen diese Kulturlandschaft.

Ob der Name Grk von einem leicht bitteren Geschmack oder von der griechischen Vergangenheit des Ortes herrührt, ist nicht abschließend geklärt. Die Verbindung von Weinbau und antiker Siedlungsgeschichte ist dennoch charakteristisch für Lumbarda.

Ein Ort der Bildhauer

Lumbarda brachte im 20. Jahrhundert mehrere bekannte kroatische Bildhauer hervor. Dazu gehören Frano Kršinić und Ivo Lozica, deren Arbeiten zur modernen kroatischen Skulptur gerechnet werden. Die örtliche Kulturgeschichte nennt außerdem Lujo Lozica und den Bildhauer Ivan Jurjević-Knez. Diese auffällige Konzentration bildender Künstler in einem kleinen Inselort setzt die handwerkliche Tradition der Steinbearbeitung auf eigenständige Weise fort.

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