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Santa Cruz de Teneriffe – Marina del Atlantico

Liegeplätze und Versorgung in Marina Santa Cruz

Marina Santa Cruz, früher häufig Marina del Atlántico genannt, liegt in der Dársena de Los Llanos mitten im staatlichen Hafen von Santa Cruz de Tenerife. Die Hafenbehörde nennt 152 Schwimmstegplätze für Boote bis 40 Meter sowie 45 Kailiegeplätze für Einheiten bis 72 Meter; ältere Gesamtangaben von 400 beziehen Plan- oder weitere Kapazitäten ein. Jeder Gastplatz bleibt reservierungspflichtig.

Trinkwasser und Strom gehören zur Liegeplatzausstattung; Anschlussleistung und Verbrauch richten sich nach Boot und Platz. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. WLAN, Wäscherei, nautische Fachbetriebe, 24-Stunden-Marineros und Parkplätze sind ausgewiesen. Als Teil eines Handels- und Kreuzfahrthafens unterliegt die Marina zusätzlichen Sicherheits- und Zufahrtsregeln.

Die Tankstelle verkauft Benzin und Diesel. Sorten, Öffnungszeiten und Zufahrt müssen aktuell bestätigt werden. Ein Wertstoffpunkt ist vorhanden; für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser, Altöl und technischen Abfall gelten angemeldete Hafenverfahren. Eine jederzeit frei nutzbare Pumpstation ist aus der allgemeinen Serviceliste nicht sicher abzuleiten.

Die Hafenbehörde weist für Marina Santa Cruz selbst keinen Travelift aus. Sliprampe, Werkstätten, Mechaniker, Elektriker, Elektronik- und Taucherleistungen sind verfügbar; größere Hebevorgänge müssen jedoch bei einem externen Werftbetrieb organisiert werden. Die nicht weit entfernte Marina Tenerife und Varaderos Anaga sind separate Anlagen und dürfen nicht als Bestandteil dieser Marina dargestellt werden.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Santa Cruz de Teneriffe – Marina del Atlantico
Ansicht von Santa Cruz de Teneriffe – Marina del Atlantico. Foto: karel291 / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0.

Santa Cruz de Tenerife: Ankerplatz, Festungsstadt und Atlantikhafen

Santa Cruz begann als Hafen von La Laguna

Nach der kastilischen Eroberung entstand an der Küste eine Anlandestelle für die neue Hauptstadt San Cristóbal de La Laguna. Ein Kreuz markierte den Ort, von dem Santa Cruz seinen Namen erhielt. Wege über das Anaga-Gebirge und nach La Laguna verbanden den Hafen mit Verwaltung und Landwirtschaft.

Mit wachsendem Atlantikhandel entstanden Kais, Lagerhäuser und Befestigungen. Santa Cruz löste sich schrittweise aus der Rolle eines bloßen Vorhafens und wurde 1833 Hauptstadt der neu gebildeten Provinz Canarias.

Nelsons Angriff scheiterte 1797 im Hafen

Im Juli 1797 versuchte eine britische Flotte unter Horatio Nelson, Santa Cruz einzunehmen. Küstenbatterien, örtliche Milizen und reguläre Truppen unter General Antonio Gutiérrez schlugen die Landung zurück. Nelson wurde schwer verwundet und verlor später seinen rechten Arm.

Die Kapitulation erlaubte den Briten den geordneten Abzug. Kanonen, Fahnen und der als El Tigre bekannte Geschützlauf erinnern an das Ereignis. Die städtische Erinnerung betont den Sieg, sollte aber nicht verdecken, dass Santa Cruz zuvor und danach Teil globaler imperialer Handels- und Militärnetze blieb.

Der moderne Hafen verlegte die Küstenlinie

Lange Molen, Aufschüttungen und neue Becken schoben den Hafen weit in die Bucht. Historische Küstenbefestigungen verschwanden teilweise unter Straßen und Hafenflächen. Fracht, Fähren, Kreuzfahrt und Reparaturwirtschaft formten eine ausgedehnte technische Uferzone.

Die Dársena de Los Llanos wurde später städtebaulich neu geordnet. Marina, Auditorio de Tenerife und moderne Plätze liegen dort auf gewonnenem Land. Marina Santa Cruz ist damit Teil des großen Stadthafens und zugleich ein Beispiel dafür, wie sich Santa Cruz seine Küste über Jahrhunderte immer wieder neu gebaut hat.

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