Punta Ala – Marina di Punta Ala
Liegeplätze und Werftservice in Marina di Punta Ala
Marina di Punta Ala liegt am südlichen Rand des Golfs von Follonica. Der Betreiber nennt 885 Liegeplätze, davon 70 für Gäste, auf 13 Stegen und rund 1.200 Metern Kai. Aufgenommen werden Boote bis 45 Meter bei maximal etwa 4,5 Metern Tiefgang. Verfügbarkeit und konkrete Platzmaße sind über UKW-Kanal 09 oder 16 zu bestätigen.
Wasser und Strom stehen an den Stegen bereit; Anschlussleistung und Abrechnung hängen von Bootsgröße und Platz ab. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. Wäscherei, Geschäfte, Gastronomie, nautische Betriebe und saisonale Clubeinrichtungen befinden sich in der Anlage. Clubleistungen sind nicht automatisch im Gastliegeplatz enthalten.
Eine Tankstelle ist in Hafenführern ausgewiesen; Kraftstoffsorten und aktuelle Öffnungszeiten müssen vorab bestätigt werden. Für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser, Altöl und technische Abfälle veröffentlicht die Betreiberübersicht keine eindeutige frei nutzbare Pumpstation. Diese Entsorgung ist bei Marina oder Werft anzumelden.
Ein Werftbetrieb gehört zum Hafen, die aktuelle öffentliche Startseite nennt jedoch keine klare maximale Traglast von Travelift oder Kran. Heben, Reparatur und Landlager benötigen daher eine individuelle technische Zusage. Maße, Gewicht und Hebepunkte müssen vor jedem Termin geprüft werden. Park- und Zufahrtsrechte richten sich nach Hafenordnung und Saison.
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Punta Ala: Wachtürme, Italo Balbo und italienische Regattageschichte
Küstenbefestigungen bewachten den Golf von Follonica
Der Vorsprung hieß früher Punta Troia. Im 16. Jahrhundert entstanden der heutige Castello Balbo und die Torre Hidalgo als Teil der Küstenverteidigung. Sie sollten vor osmanischen und nordafrikanischen Angriffen warnen und die Gewässer des Fürstentums Piombino sichern.
Auch die kleine Isola dello Sparviero vor der Küste trägt einen Wachturm. Die Anlagen bildeten Sichtbeziehungen über den Golf und zeigen die militärische Bedeutung einer heute vor allem touristisch wahrgenommenen Landschaft.
Der Name Punta Ala stammt aus dem 20. Jahrhundert
Der Flieger und faschistische Politiker Italo Balbo besaß Häuser und Gelände in der Gegend und prägte den Namen Punta Ala. Diese Herkunft gehört zur Ortsgeschichte und sollte nicht als neutraler poetischer Markenname behandelt werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die dünn besiedelte Küste zu einem exklusiven Ferienort. Villen, Golfplatz und Marina wurden in den Pinienwald und die flache Bucht integriert.
Die Marina wurde ein Zentrum des Hochseesegelns
Das Yacht Club Punta Ala organisierte Regatten und war eng mit italienischen America's-Cup-Projekten verbunden. Luna Rossa nutzte den Hafen vor der Kampagne 2000 als Basis und machte den Namen international bekannt.
Die Marina ist damit kein historisch gewachsener Fischerhafen, sondern ein bewusst geplantes Sportzentrum. Befestigungen, politische Namensgeschichte und moderner Regattasport bilden drei klar unterscheidbare Schichten desselben Küstenorts.