Elba – Marina di Portoferraio
Liegeplätze und Großwerft in Portoferraio
Der Datensatz verweist auf die ESAOM-Marina im Hafen von Portoferraio, nicht auf sämtliche Liegeplätze der Darsena Medicea oder des Fährhafens. ESAOM nennt 300 Plätze für Yachten bis 65 Meter und maximal etwa 6,5 Meter Tiefe. Der staatliche Hafen umfasst zusätzlich Fähr-, Kreuzfahrt- und historische Sportbootbereiche. Ein Platz muss deshalb beim richtigen Betreiber reserviert werden.
Wasser und Strom stehen an den ESAOM-Liegeplätzen bereit; Leistungen und Anschlüsse richten sich nach Bootsgröße. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. WLAN, Wäscherei, Parkplätze, nautische Betriebe und saisonaler Concierge-Service gehören zum Angebot. Sicherheitsgrenzen zum nahen Fährverkehr sind strikt einzuhalten.
Für große Yachten kann Kraftstoff nach Anmeldung direkt am Kai gebunkert werden; eine allgemein zugängliche Tankstelle und ihre Sorten beziehungsweise Zeiten müssen aktuell bestätigt werden. Entsorgung von Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser, Altöl und technischem Abfall erfolgt über die Werft- und Hafenverfahren und ist vorab anzumelden.
Die Werft verfügt über einen Travelift bis 880 Tonnen, ausgestattete Werkstätten und Anlagen für große Yachten. Heben, Reparatur und Landlager sind eigenständige Aufträge und benötigen Termin, Maße, Gewicht sowie geprüfte Hebepunkte. Die Nähe zum Fährterminal bedeutet, dass Werft-, Marina- und öffentlicher Hafenverkehr nicht auf denselben Flächen stattfinden.
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Portoferraio: Medici-Festung, Eisenhafen und Napoleons Inselresidenz
Cosimo I. ließ 1548 Cosmopoli befestigen
Portoferraios geschützte Bucht wurde schon von Etruskern und Römern genutzt. Seine bis heute bestimmende Gestalt erhielt der Ort jedoch unter Cosimo I. de' Medici. Ab 1548 ließ er eine planmäßig befestigte Stadt namens Cosmopoli errichten, um Schifffahrt und Herrschaft im nördlichen Tyrrhenischen Meer zu sichern.
Forte Falcone, Forte Stella und die Linguella-Bastion sind durch Mauern und Wege verbunden. Die Anlagen kontrollierten Einfahrt und Landseite und machten den Hafen für Angreifer schwer zugänglich.
Napoleon regierte Elba für knapp zehn Monate
Nach seiner Abdankung kam Napoleon am 4. Mai 1814 nach Portoferraio. Er war nicht nur Gefangener, sondern Souverän eines kleinen Fürstentums. Von der Palazzina dei Mulini aus reorganisierte er Verwaltung, Straßen und Wirtschaft der Insel.
Am 26. Februar 1815 verließ er Elba und begann die Herrschaft der Hundert Tage. Seine zweite Residenz San Martino und das von ihm umgebaute Teatro dei Vigilanti bewahren unterschiedliche Seiten dieses kurzen, aber intensiv dokumentierten Aufenthalts.
Eisenerz gab Stadt und Hafen ihren Namen
Elbas östliche Minen lieferten seit der Antike Eisenerz. Portoferraio bedeutet Eisenhafen und verweist auf Lagerung und Verschiffung, auch wenn wichtige Abbauorte bei Rio und Capoliveri lagen. Erz, Marine und Fähren prägten den Arbeitscharakter des Hafens.
Mit dem Ende des Bergbaus im späten 20. Jahrhundert wurden Tourismus, Fährverkehr und Yachtservice wichtiger. Historische Darsena, modernes Terminal und ESAOM-Großwerft liegen heute nebeneinander und zeigen diese wirtschaftliche Verschiebung unmittelbar.