Insel Albarella – Albarella Marina
Liegeplätze und Werftservice in Albarella Marina
Albarella Marina liegt an der Südseite der gleichnamigen Insel im Po-Delta. Der Betreiber nennt 455 Liegeplätze für Boote von sechs bis 25 Metern an Betonstegen mit Holzpfählen. Die Wassertiefe im Hafen wird mit etwa drei bis fünf Metern angegeben; Platzbreite, Tiefgang und die markierte Ansteuerung müssen dennoch verbindlich bestätigt werden.
Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst ganzjährig geöffnete Toiletten und warme Duschen. Tages- und Nachtbewachung, reserviertes Parken, Wäscherei, Wetterinformationen und Zugang zu weiteren Inselangeboten gehören zum Betrieb; viele Freizeitangebote folgen saisonalen Zeiten.
Eine Tankstelle ist in der Marina vorhanden. Kraftstoffsorten, Bedienzeiten und Tiefgang am Abgabepunkt müssen aktuell abgestimmt werden. Für Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser sowie Altöl, Batterien und sonstige technische Abfälle ist auf der öffentlichen Leistungsliste keine vollständige Annahmematrix genannt; jede Übergabe muss daher angemeldet werden.
Die Werft verfügt über einen selbstnivellierenden Travelift bis 50 Tonnen, einen festen Kran bis fünf Tonnen, eine Slipanlage, Werkstätten sowie offene und überdachte Lagerflächen. Jeder Hub benötigt Termin, Maße, Gewicht und geprüfte Hebepunkte. Für die Ansteuerung empfiehlt der Betreiber mindestens fünf Meter Außentiefe und die markierte Pfahlrinne.
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Albarella: Delta-Landschaft, Melioration und private Ferieninsel
Die Insel entstand in einer beweglichen Fluss- und Lagunenlandschaft
Albarella liegt zwischen dem Po di Levante, Lagunengewässern und der Adria. Sedimente, Hochwasser, Gezeiten und menschliche Regulierung formten das Gebiet über Jahrhunderte.
Der Name wird mit der weißen Pappel, italienisch pioppo bianco oder albarella, verbunden. Wälder, Feuchtflächen und landwirtschaftlich nutzbar gemachte Böden bilden bis heute unterschiedliche Lebensräume auf engem Raum.
Entwässerung machte eine intensive Landnutzung möglich
Wie große Teile des Po-Deltas wurde Albarella durch Deiche, Kanäle und Pumpen kontrolliert. Melioration schuf Flächen für Landwirtschaft und Siedlung, machte die Insel aber zugleich dauerhaft von Wasserbau und Wartung abhängig.
Die umgebenden Valli wurden traditionell für Fischzucht und Jagd genutzt. Diese bewirtschafteten Feuchtgebiete sind keine unberührte Wildnis, besitzen aber große Bedeutung für Zugvögel und die Ökologie des Deltas.
Der heutige Ferienkomplex ist eine Planung des 20. Jahrhunderts
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Albarella schrittweise zu einer privat erschlossenen Ferieninsel mit kontrollierter Zufahrt, Unterkünften, Sportanlagen und Marina entwickelt.
Die geringe Autodichte und die großen Grünflächen gehören zum Planungskonzept, nicht zu einem historischen Inseldorf. Marina und Ferienhäuser stehen damit für eine moderne Nutzungsphase innerhalb einer viel älteren, technisch regulierten Delta-Landschaft.