Caorle – Darsena dell'Orologio
Liegeplätze und Werftservice in Darsena dell'Orologio
Darsena dell'Orologio liegt am inneren Kanal unmittelbar westlich von Caorles historischem Zentrum. Der Betreiber nennt 480 Full-Service-Liegeplätze für Boote von sieben bis 22 Metern. Die Zufahrt erfolgt über die durch Molen geschützte Mündung; Platzbreite, tatsächlicher Tiefgang und Brücken- oder Kanalbedingungen für die gewählte Route müssen verbindlich bestätigt werden.
Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen; Anlegehilfe, Parken, Gastronomie und weitere landseitige Angebote gehören zur weitläufigen Darsena. Zugänge und Öffnungszeiten einzelner Leistungen richten sich nach Saison und Liegeplatzvertrag.
Eine Tankstelle für Benzin und Diesel liegt im Hafensystem von Caorle. Abgabestelle, Kraftstoffsorten, Bedienzeit und Tiefgang müssen aktuell abgestimmt werden. Müllentsorgung ist vorhanden; Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser sowie Altöl, Batterien und weitere technische Abfälle müssen nach Art und Menge beim Hafen oder Werftbetrieb angemeldet werden.
Der Cantiere Nautico Varroggio verfügt über einen Travelift bis 100 Tonnen, ein 40 mal zehn Meter großes Hebebecken, rund 3.500 Quadratmeter überdachte Lagerfläche und Werkstätten für Wartung und Motoren. Jeder Hub benötigt trotzdem Termin, Maße, Gewicht und geprüfte Hebepunkte. Außenflächen bieten weiteres Landlager.
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Caorle: Bischofsstadt, Fischerlagune und Kanäle unter den Gassen
Der Ort wuchs auf Inseln am Rand der Lagune
Nach dem Ende des Weströmischen Reichs suchten Menschen aus dem gefährdeten Festland Schutz in der Lagunenlandschaft. Caorle entwickelte sich zu einer eigenständigen Inselgemeinde mit Fischerei, Wasserwegen und kirchlichen Institutionen.
Die Stadt wurde im 9. Jahrhundert Bischofssitz. Ihre engen Calli erinnern an Venedig; im Bereich Rio Terrà wurden frühere innerstädtische Kanäle verfüllt und zu Straßen, sodass die alte Wasserstruktur heute nur noch indirekt lesbar ist.
Dom und Rundturm prägen die Silhouette
Der Dom Santo Stefano entstand im 11. Jahrhundert. Daneben steht ein ungewöhnlicher zylindrischer Glockenturm von etwa 48 Metern Höhe, dessen Form und leichter Neigungswechsel ihn zu Caorles markantestem Bau machen.
Am östlichen Ende der Promenade steht das Santuario della Madonna dell'Angelo auf einem Vorsprung am Meer. Religiöse Feste und Prozessionen verbinden Kirche, Boote und Küste und zeigen die fortdauernde Bedeutung des Meeres für die lokale Identität.
Casoni dokumentieren die Arbeitswelt der Lagunenfischer
In der Lagune stehen traditionelle Hütten aus Holz und Schilf, die Casoni. Sie dienten Fischern als Arbeits- und zeitweilige Wohnorte nahe den Fanggebieten und waren über schmale Kanäle erreichbar.
Fischerei blieb bis ins 20. Jahrhundert zentral, bevor Bade- und Ferientourismus die Stadt stark wachsen ließ. Die moderne Darsena liegt zwischen diesem touristischen Ausbau und den alten Wasserwegen; sie ist kein historischer Fischerhafen, sondern eine großmaßstäbliche Ergänzung der jüngeren Stadt.