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Charteranfrage

Enkhuizen – Krabbergshaven

Liegeplätze und Versorgung im Bereich Krabbershaven

Krabbershaven beziehungsweise Gependam ist vor allem Abfertigungs- und Liegebereich für traditionelle Chartersegler und größere Fahrgastschiffe nahe dem Bahnhof. Er ist keine gewöhnliche Boxenmarina. Einzelne Sportboote dürfen nur nach Anweisung des Hafendiensts anlegen; Platz, Länge, Tiefgang und Meldepflicht sind über UKW-Kanal 12 zu klären.

Berufsschifffahrtsplätze verfügen über Wasser und verpflichtenden Landstrom über ein Power-Lock-System. Diese Anschlüsse sind nicht ohne Freigabe nutzbar. Das gemeinsame kommunale Sanitär-Angebot mit Toiletten und Duschen liegt an Hafenbüro und VVV; Öffnungszeiten sind saisonal. Geschäfte, Bahn und Altstadt befinden sich unmittelbar daneben.

Eine Tankstelle befindet sich nicht am Gependam. Kraftstoff muss bei einem bestätigten Nachbarbetrieb bezogen werden. Wasser sowie Fäkalien- und anderes Schmutzwasser können über die vorgesehenen Systeme übernommen werden; Hausmüll gehört in die Container. Altöl, Batterien und Bilgenwasser dürfen nur an ausgewiesene Fachannahmen gelangen.

Travelift, Kran, Helling, Werft und Winterlager für Gastyachten sind keine Standardleistung des Kais. Die große Infrastruktur dient Charter- und Fahrgastschiffen und darf nicht als frei zugänglicher Yachtservice verstanden werden. Hebearbeiten, Reparaturen und Landlager sind bei privaten Betrieben zu vereinbaren; Parken erfolgt auf öffentlichen Flächen am Bahnhof.

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Anreise und Einkaufen

Krabbershaven und Gependam: Arbeitskai der historischen Segelflotte

Der Kai dient vor allem der braunen Flotte

Am Gependam liegen Plattbodenschiffe, Klipper und Tjalken, die heute mehrtägige Fahrgast- und Gruppenreisen unternehmen. Der Sammelbegriff „braune Flotte“ leitet sich von den traditionell braun behandelten Segeln vieler Arbeitsschiffe ab.

Die meisten Schiffe wurden technisch umfassend modernisiert. Rümpfe und Takelage erinnern an Frachtfahrt auf flachen Gewässern, während Innenausbau und Sicherheitsausrüstung heutigen Fahrgastvorschriften entsprechen. Seitenschwerter statt tiefer Kiele ermöglichten diesen Fahrzeugen früher, auch flache Häfen und Wattfahrwasser zu nutzen.

Enkhuizen war lange ein Zentrum der Arbeitsfahrt

Heringsfang, Ostseehandel und regionale Frachtschifffahrt machten die Stadt reich. Im 17. Jahrhundert unterhielt Enkhuizen außerdem eine Admiralität und eine Kammer der VOC. Werften, Seilereien und Zulieferer beschäftigten einen großen Teil der Bevölkerung.

Mit größeren Seeschiffen, veränderten Handelswegen und der Versandung einzelner Zufahrten verlor die Stadt an Bedeutung. Die historische Charterflotte gibt älteren Schiffstypen heute eine neue wirtschaftliche Funktion. Dabei verbindet sie handwerkliche Erhaltung mit einem professionellen Fahrgastbetrieb, statt lediglich stillliegende Museumsschiffe zu zeigen.

Bahnhof, Fähren und Museum bilden einen Verkehrsknoten

Direkt neben dem Gependam liegen Bahnhof und Fähranleger. Saisonale Verbindungen über das IJsselmeer und Museumsboote zum Zuiderzeemuseum knüpfen verschiedene Verkehrsmittel aneinander.

Das Museum erklärt, wie der Afsluitdijk Fischerei, Landschaft und Alltag veränderte. So steht der Charterkai nicht isoliert, sondern zwischen moderner Mobilität und einer bewusst bewahrten maritimen Vergangenheit.

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