Hoorn – Grashaven
Liegeplätze und Service im Grashaven Hoorn
Der Grashaven liegt geschützt am Visserseiland und besitzt mehr als 700 Plätze für Dauerlieger und Gäste. Passanten erhalten gewöhnlich einen passenden Platz über Hafenbüro beziehungsweise Betreiber. Boxenmaß, Verfügbarkeit und aktueller Tiefgang müssen vor Ankunft bestätigt werden; die direkte Einfahrt führt vom Markermeer in die Anlage.
Wasser und Strom stehen an den Stegen bereit. Das Sanitär-Angebot umfasst Toiletten, Duschen und Wäscherei; außerdem gibt es WLAN, Minimarkt, Spielplatz und Gastronomie in kurzer Entfernung. Die Anlage betreibt auch Camperplätze und hat nach Hochwasserereignissen Strompunkte und Schachtabdeckungen erhöht.
Eine eigene Tankstelle wird in der aktuellen Ausstattungsübersicht nicht ausgewiesen. Kraftstoff muss an einer bestätigten Station im Hoornse Hafengebiet bezogen werden. Fäkalien- und Schmutzwasser können an der Pumpstation abgegeben werden; Hausmüll, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser gehören ausschließlich in die vorgesehenen Systeme.
Eine Hebeanlage bis 0,8 Tonnen und Reparaturbetriebe für Boot und Motor sind vorhanden; eine Sliprampe liegt ungefähr einen Kilometer entfernt. Der kleine Kran ersetzt keinen Travelift für größere Yachten. Schwerere Hebevorgänge, Winterlager und umfangreiche Werftarbeiten müssen separat vereinbart werden. Parken ist auf dem Hafengelände nach den Betreiberregeln möglich.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
Anreise und Einkaufen
Flughäfen in der Nähe
Supermärkte in der Nähe

Hoorn: Handelsstadt, koloniale Erinnerung und das Hoofdtoren-Hafentor
Hoorn wuchs durch Zuiderzee- und Fernhandel
Hoorn erhielt 1357 Stadtrechte und entwickelte sich zu einem wichtigen Hafen für Heringsfang, Ostseehandel und regionale Warenströme. Im 17. Jahrhundert war die Stadt Sitz einer VOC-Kammer und einer Admiralität.
Kaufmannshäuser, Waage und Speicher zeugen vom Wohlstand. Dieser Reichtum war zugleich mit Kolonialhandel, Gewalt und Monopolen verbunden und wird heute kritischer als früher dargestellt.
Jan Pieterszoon Coen bleibt eine umstrittene Figur
Der in Hoorn geborene VOC-Gouverneur Jan Pieterszoon Coen setzte die niederländische Herrschaft in Asien mit extremer Gewalt durch, besonders auf den Banda-Inseln. Sein Denkmal auf dem Roode Steen wurde deshalb zum Ort öffentlicher Debatten.
Das Westfries Museum stellt diese koloniale Geschichte in einen breiteren Zusammenhang. Es zeigt Handelsobjekte und Stadtgeschichte, benennt aber auch Ausbeutung und Perspektiven der Betroffenen.
Der Hoofdtoren bewachte den historischen Hafen
Der spätmittelalterliche Hoofdtoren steht am alten Hafeneingang. Gemeinsam mit Kais und Lagerhäusern macht er die frühere Grenze zwischen Stadt, Verteidigung und offenem Wasser sichtbar.
Der Grashaven entstand außerhalb dieses engen historischen Kerns als moderne Großanlage. Hohe Markermeer-Wasserstände 2023 und 2024 zeigten zugleich, dass auch heutige Hafenflächen trotz Deichen verwundbar bleiben.