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Sa Rapita – Marina Sa Rapita

Liegeplätze und Infrastruktur im Club Nàutic Sa Ràpita

Club Nàutic Sa Ràpita liegt am westlichen Ende des Strandsystems von Sa Ràpita und Es Trenc. Aktuelle Hafenverzeichnisse nennen rund 490 Plätze für Boote bis 20 Meter, während die PortsIB-Seite noch 250 Plätze ausweist. Wegen dieser widersprüchlichen Bestandszahlen sind Platzmaß, Tiefgang und Transitkontingent nur durch die Bestätigung des Clubs verbindlich.

Wasser und Strom stehen am Liegeplatz zur Verfügung; veröffentlichte technische Beschreibungen nennen Anschlüsse bis 63 Ampere. Aktuelle Spannung, Stecker und Verbrauchsabrechnung sind für den konkreten Platz zu klären. Marinerodienst, WLAN, Wetterinformationen, Parkplätze, Restaurant, Geschäfte und Segelschule ergänzen die Anlage.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen und Wäscherei. Öffnungszeiten, barrierefreier Zugang und Nutzung mit der Gästekarte sind vorab zu bestätigen. Der Club sammelt Hausmüll, Altöl, Bilgen- und Schmutzwasser sowie Batterien und weitere gefährliche Abfälle getrennt.

Eine Tankstelle liefert Diesel und Benzin. Verbindliche aktuelle Öffnungszeiten, Wassertiefe am Zapfplatz und zulässige Bootsmaße werden online nicht vollständig dargestellt; diese Angaben müssen beim Marinerodienst erfragt werden. Der Warte- und Kraftstoffkai darf nur nach dessen Anweisung benutzt werden.

Das Werftareal besitzt Rampe, einen Kran mit sieben Tonnen und einen Travellift mit 50 Tonnen Traglast. Es dient Ein- und Auswasserung, Winterlager und Reparaturen; zusätzlich bestand eine Trockenmarina für kleinere Motorboote. Trotz der veröffentlichten Nennlasten müssen Gewicht, Breite, Tiefgang und Anschlagpunkte vor jedem Hub technisch bestätigt werden.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

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Sa Ràpita: vom gefährdeten Küstenland zum Sommerort

Der Name ist älter als die heutige Siedlung

„Ràpita“ geht auf das arabische Wort Rābita für eine befestigte religiöse Niederlassung zurück. In Sa Ràpita wurde jedoch bislang kein entsprechendes Bauwerk aus islamischer Zeit nachgewiesen. Der Ortsname bewahrt damit eine mögliche historische Spur, ohne dass sich daraus eine belegte frühe Siedlung ableiten lässt.

Das Küstenland gehörte zur Gemeinde Campos. Deren Bewohner lebten traditionell von den fruchtbaren Böden und wandten sich eher dem Landesinneren als dem Meer zu. Die offene Küste galt lange vor allem als Einfallstor für Angriffe.

Die Torre de Son Durí warnte seit 1595 vor Überfällen

Direkt neben dem heutigen Club steht die Torre de Son Durí. Sie wurde 1595 als Signal- und Wachturm errichtet und lag damals auf dem gleichnamigen Landgut. Von hier konnten Wächter Schiffe beobachten und Warnungen an weitere Verteidigungsposten im Gemeindegebiet weitergeben.

Die gut erhaltene Torre gehört heute zum Areal des Yachtclubs. Dadurch trifft das älteste markante Bauwerk des Küstenorts unmittelbar auf dessen größte moderne Hafenanlage. Die Funktion hat sich umgekehrt: Wo der Turm vor Ankünften vom Meer warnte, organisiert der Club heute den sicheren Zugang zum Wasser.

Ein Fischerdorf hat es an dieser Stelle offenbar nie gegeben

Anders als viele mallorquinische Hafenorte entstand Sa Ràpita nicht aus einer dauerhaft bewohnten Fischersiedlung. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts bauten Familien aus Campos kleine Sommerhäuser an der niedrigen Felsküste. Einfache Escars dienten dazu, Boote aus dem Wasser zu ziehen und geschützt unterzustellen.

1969 gründete sich der Club Nàutic; ab den 1970er Jahren entstand die Hafenanlage, die später auf annähernd 500 Plätze anwuchs. Rundherum entwickelte sich ein Wohn- und Ferienort. Dünen, Strand und Pinien von Sa Ràpita und Es Trenc blieben dennoch die prägende Landschaft. So erzählt der Ort keine Geschichte vom Fischerhafen zum Tourismuszentrum, sondern von agrarisch geprägten Bewohnern, die eine lange gemiedene Küste zunächst zum Sommeraufenthalt und erst danach zum großen Sporthafen machten.

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