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La Savina – Marina de Formentera

Liegeplätze und Infrastruktur der Marina La Savina

Die Anlage im westlichen Hafenbecken von La Savina tritt heute als Marina La Savina auf. Der Betreiber nennt mehr als 93 Liegeplätze für Boote von sechs bis 35 Meter Länge. Sie ist eine eigenständig verwaltete Marina innerhalb des Fähr- und Handelshafens und darf bei Reservierung oder Ansteuerung nicht mit den weiteren Liegeplatzbetreibern in La Savina verwechselt werden.

Wasser und Strom werden auf der aktuellen Betreiberübersicht nicht ausdrücklich als Ausstattung jedes einzelnen Liegeplatzes ausgewiesen. Beides ist deshalb zusammen mit Spannung, Absicherung und Anschlussart vor der Ankunft schriftlich zu bestätigen. Ein rund um die Uhr besetzter Marinerodienst und eine 24-Stunden-Überwachung unterstützen das Anlegen und kontrollieren den Zugang.

Zur Sanitär-Infrastruktur gehören Duschen und Umkleiden. Internetzugang, gastronomische Betriebe und weitere Gewerbeangebote befinden sich innerhalb des Marinabereichs. Art und Umfang von Wäscherei, Abwasserabsaugung und Entsorgung gefährlicher Stoffe werden öffentlich nicht hinreichend genau beschrieben und sollten bei Bedarf direkt angefragt werden.

Eine Tankstelle ist als Service der Marina aufgeführt. Welche Kraftstoffsorten angeboten werden, welche Betriebszeiten gelten und ob eine Belieferung am Liegeplatz möglich ist, veröffentlicht der Betreiber derzeit nicht belastbar. Vor dem Einlaufen sind daher Kraftstoffart, Öffnung, Preis und die vorgesehene Warteposition zu klären.

Ein eigenes Werftareal übernimmt technische Arbeiten und Landservice. Belastbare Angaben zu Travellift, Krantraglast, maximaler Breite oder zulässigem Tiefgang fehlen auf der aktuellen Website. Ein- und Auswasserung dürfen erst nach Prüfung von Gewicht, Rumpfmaßen und Anschlagpunkten eingeplant werden. Weil der Sportboothafen unmittelbar neben den stark frequentierten Fähranlegern liegt, sind die Anweisungen des Hafenpersonals besonders sorgfältig zu beachten.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

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La Savina: Salzgewinnung zwischen Hafen und Estany Pudent

Der Hafen liegt am Rand einer historischen Salzlandschaft

Unmittelbar hinter La Savina beginnt das Feuchtgebiet um Estany Pudent und die Salinen von Formentera. Das große, flache Gewässer ist kein gewöhnlicher Badesee: Kanäle verbinden es mit dem Meer, sein Salzgehalt und Wasserstand wurden über lange Zeit gezielt für die Salzproduktion reguliert. Heute ist es vor allem ein wichtiger Lebensraum für Wasser- und Zugvögel.

Die Lage erklärt, weshalb Hafen, Wege und Siedlung hier anders gewachsen sind als an einer reinen Ferienküste. La Savina war Umschlagplatz für ein Produkt, das auf den Verdunstungsflächen im Hinterland entstand und anschließend per Schiff ausgeführt werden konnte.

Die Salinen waren Formenteras einzige vorindustrielle Industrie

Schriftliche Hinweise auf die Salzgewinnung reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. 1873 erwarb Antoni Marroig den Betrieb; später führte die Salinera Española die Anlagen weiter. Meerwasser wurde über ein System von Kanälen und Becken konzentriert, gepumpt und schließlich in flachen Kristallisationsfeldern verdunstet.

Bis zur Einstellung im Jahr 1984 bildete die Saline einen außergewöhnlichen Gegenpol zur kleinbäuerlichen Wirtschaft der Insel. Sie bot saisonale Arbeit, verlangte technische Infrastruktur und verband Formentera mit regionalen Handelswegen. 2004 wurden die Anlagen wegen ihres kulturhistorischen Werts geschützt.

Estany Pudent verbindet Industriekultur und Naturschutz

Nach dem Ende der kommerziellen Salzernte blieben Dämme, Kanäle und Becken als lesbare Spuren in der Landschaft. Das Gebiet gehört heute zum Naturpark Ses Salines d’Eivissa i Formentera. Flamingos, Stelzenläufer und zahlreiche weitere Arten nutzen die unterschiedlichen Wasserflächen als Rast- oder Nahrungsraum; Baden ist im Estany Pudent nicht vorgesehen.

Auch die flachen Meeresbereiche vor Formentera sind ökologisch eng mit dieser Landschaft verbunden. Ausgedehnte Posidonia-Wiesen filtern das Wasser, binden Sediment und schützen die Küste vor Erosion. Die UNESCO nahm die Seegrasbestände 1999 als Teil des Welterbes „Ibiza, Biodiversity and Culture“ auf. Der moderne Hafen liegt damit zwischen zwei sehr unterschiedlichen maritimen Systemen: dem dichten Fährverkehr an den Kais und einer geschützten Salz- und Seegraslandschaft, die den Charakter des Inselnordens bis heute bestimmt.

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