Kultur und Natur · 14 Tage · Nördliches Ionisches Meer
Early BoardingZwei Wochen Korfu, Diapontia, Paxos und Epirus
Diese zweiwöchige Route verbindet die Diapontischen Inseln mit Korfus felsiger Westküste, Paxos, Antipaxos und den Häfen von Epirus. Über Korfu-Stadt, Benitses und Kalami führt sie zurück nach Gouvia. Für Erikoussa, Othoni und Paleokastritsa braucht die Crew ein stabiles mehrtägiges Wetterfenster; bei ungünstigem Wind oder Westschwell bleibt die Yacht in den geschützteren Gewässern um Korfu.
Tag 1 · Samstag
Gouvia → Kassiopi
Mit bestätigtem frühem Boarding folgt die erste Etappe Korfus Ostküste nach Norden und endet unter der byzantinischen Burg von Kassiopi.
Ein erster Schlag mit Zeit zum Ankommen
Nach gut 13 Meilen erreicht die Yacht Kassiopi. Diese erste Etappe setzt ein bestätigtes frühes Boarding voraus. Nach Übergabe, Einweisung und Einkauf folgt die Yacht der geschützten Ostküste nach Norden. Die Etappe ist lang genug für den ersten Segelschlag und bleibt bei früher Übernahme gut überschaubar.
Im nördlichen Korfu-Kanal teilen sich Fähren, Ausflugsboote, Fischer und Fahrtenyachten den Raum. Unterwegs spielt sich die Crew ein und prüft Segel und Bordsysteme. Für die Ankunft bleibt genügend Zeit, sodass das erste Anlegemanöver ohne Eile vorbereitet werden kann.
Bei normaler Übergabe am späten Nachmittag bleibt die Yacht in Gouvia. Kassiopi wird nicht in die letzte helle Stunde erzwungen. Der Hafen entfällt dann oder die nördliche Schleife wird um einen Tag verschoben und an anderer Stelle gekürzt.
Der Korfu-Kanal verengt sich nach Norden
Hinter Gouvia folgen Dassia, Ipsos und Barbati, danach rückt das Festland optisch näher. Die Küste steigt zum Pantokrator an, während kleine Buchten und bewaldete Landzungen den Kurs gliedern. Albanien liegt jenseits des Kanals klar sichtbar.
Der Wind kann in den Fallböen der hohen Inselküste stärker oder unsteter werden als vor der Marina. Segelfläche und Abstand zum Ufer werden entsprechend gewählt. Zwischen den Buchten fahren schnelle Ausflugsboote; ein vorausschauender Kurs ist entspannter als ständige kleine Korrekturen.
Vor Kassiopi öffnet sich die Küste wieder. Burgberg, Hafenmole und der Ort erscheinen fast gleichzeitig. Fender und Leinen sind vorbereitet, bevor die Yacht in den kleinen Hafenraum einläuft.
Kassiopi ist ein kleiner Fischereihafen
Visit Corfu führt Kassiopi als einen der kleinen Häfen der Insel ohne Services. Mit einem freien Gastplatz ist daher nicht automatisch zu rechnen. Platz, Wassertiefe, örtliche Nutzung und die Fahrwege der Fischerboote werden vor dem Einlaufen geprüft; bei Bedarf bleibt eine geeignete Bucht oder eine bestätigte Alternative offen.
Wasser, Strom, Sanitär und Kraftstoff gehören nicht zum verlässlichen Tagesplan. Was die Crew für die erste Nacht braucht, kommt aus Gouvia mit. Am Kai hält die Crew Abstand zu Arbeitsflächen und Zufahrten und behindert die Manöver der lokalen Boote nicht.
Der Vorteil liegt in der Lage: Hafen, Dorf und Burg sind auf engem Raum verbunden. Nach dem Festmachen braucht es weder Taxi noch langen Fußweg.
Die Burg bewachte den Kanal nach Norden
Das Kastell von Kassiopi liegt auf einer felsigen Halbinsel über dem Ort. Das griechische Kulturministerium zählt es zusammen mit Angelokastro und Gardiki zu den drei erhaltenen byzantinischen Burgen im ländlichen Korfu. Seine Position kontrolliert den Hafen und den schmalen Seeweg zwischen Insel und Festland.
Vom Rundweg an der Mauer blickt man auf den Hafen, die Nordostküste und das nahe albanische Festland. Die Anlage ist kein klassisches Burgmuseum. Mauern, Fels und Aussicht zeigen jedoch unmittelbar, weshalb dieser Platz militärisch wichtig war. Die Zugänglichkeit wird vor dem Landgang geprüft.
Vom Achterdeck ist die Anlage gut zu sehen. Damit bietet sich bereits am ersten Hafenabend ein kurzer historischer Landgang an, für den kein umfangreiches Besichtigungsprogramm nötig ist.
Kassiopi war schon in der Antike ein wichtiger Hafenort
Unter dem heutigen Kassiopi lag das antike Cassiope. Funde aus der Siedlung werden im Archäologischen Museum von Korfu gezeigt. Die Lage am Kanal machte den Ort zu einer Station auf den Routen zwischen Korfu, Epirus und der Adria.
Der heutige Ort verdankt seine Bedeutung weiterhin dem kleinen geschützten Hafen, den kurzen Wegen ins Hinterland und der Lage am schmalen Seeweg. Tavernen, Läden und Ferienhäuser haben die Funktion verändert, nicht aber die Lage.
Ein Abendspaziergang führt um den Hafen und hinauf Richtung Burg. Danach reicht ein Tisch am Wasser. Am nächsten Morgen endet der Schutz der Inselküste und der Kurs führt hinaus nach Erikoussa.
Die erste Nacht bleibt beweglich
Kassiopi ist ein attraktives Ziel, aber der Hafen hat begrenzten Raum und keine verlässlichen Marina-Services. Ist der Platz ungeeignet oder die Bootsübernahme spät, bleibt die Yacht in Gouvia oder nutzt eine bestätigte Alternative an der Ostküste.
Auch mit der ersten Nacht in Gouvia bleibt die Reise durchführbar. Erikoussa wird nur mit einem passenden Wetterfenster angelaufen; die Crew kann den nördlichen Inselbogen um einen Tag verschieben, ohne Kassiopi am späten Abend anzulaufen.
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